© via REUTERS/THE QUEEN'S COMMONWEALTH TRUST

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07/09/2020

Commonwealth-Kritik: Moderator bezichtigt Meghan und Harry der Heuchlerei

Pierce Morgan ließ bei "Good Morning Britain" kein gutes Haar am jüngsten Auftritt des Paares.

"Wenn man quer durch das Commonwealth blickt, gibt es keinen Weg, wie wir vorankommen können, wenn wir die Vergangenheit nicht anerkennen", hatte Prinz Harry in einem Video, in dem er zusammen mit seiner Ehefrau Meghan auftrat, diese Woche kundgetan.

Harry fordert Debatte über England Kolonialvergangenheit

Der 35-Jährige und seine Frau Meghan hatten an einer vom Netzwerk "Queen's Commonwealth Trust" (QCT) organisierten Videokonferenz teilgenommen.

Öffentlich forderte der Bruder von Prinz William die Staaten des Commonwealth dazu auf, sich im Zusammenhang mit der aktuellen Rassismus-Debatte mit ihrer kolonialen Geschichte auseinanderzusetzen.

Der Auftritt von Meghan und Harr sorgte weltweit für Schlagzeilen. Britische Zeitungen schäumten. Harry würde die Queen beleidigen und sich in die Politik einmischen.

Auch Piers Morgan, Moderator der britischen TV-Sendung "Goodmorning Britain", ließ es sich nicht nehmen, das das Video zu kommentieren. Sein Feedback fiel - wie gewohnt - kritisch aus.

"Ich versuche fair zu sein, aber ehrlichgesagt ist der Gedanke, dass diese beiden von ihrer Hollywood-Villa aus die Welt belehren, darüber wie die Dinge laufen sollten, ist schon ironisch", lästerte der 55-Jährige im britischen Fernsehen.

Piers Morgan wirft Meghan und Harry Heuchlerei vor

Offenbar schwingt bei dem Moderator noch immer ein bisserl Grant darüber mit, dass das Paar der britischen Königsfamilie den Rücken gekehrt und seine royalen Pflichten niedergelegt hat. Die Begründung, sie würden dem Medienrummel entfliehen wollen, unter anderem, um ihrem Sohn Archie ein möglichst privates Leben zu ermöglichen, kauft er dem Ehepaar nicht ab.

"Die zwei kündigen bei der Royalen Familie, weil sie gehen und ihr eigenes Ding in Hollywood machen wollen, das ist okay, das ist ihre Entscheidung", so Morgan weiter. "Aber wenn sie beginnen das Commonwealth und die Queen zu attackieren, die das Oberhaupt des Commonwealth ist, dann entscheiden sie sich dazu, einen politischen Kampf zu führen und damit bringen sie sich nur selbst wieder in die News."

Dass sich das Paar unter anderem wegen der "rassistischen Untertöne" in der Medienberichterstattung über Meghan aus dem Königshaus zurückzog, ließ der Moderator unerwähnt.

Die ehemalige Schaupielerin hatte als Tochter eines weißen US-Amerikaners und einer Afroamerikanerin wiederholt von persönlichen Erfahrungen mit Rassismus berichtet.

Das Commonwealth ist ein loser Staatenbund von 54 Mitgliedsländern, der aus Großbritannien und vielen ehemaligen Kolonien des britischen Empire besteht. Der "Queen's Commonwealth Trust" soll jungen Menschen aus diesen Ländern eine Austauschplattform bieten. Meghan und Harry stehen dem Netzwerk als Präsident und Vizepräsidentin vor.

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