Melania Trump

© REUTERS/CARLOS BARRIA

First Lady eine Escort-Dame?

Millionenverluste: Melania klagt britisches Blatt

"Daily Mail" behauptete, die US-First-Lady hätte als Escort-Dame gearbeitet. Jetzt geht Melania Trump gegen die britische Zeitung mit einer Klage vor.

02/08/2017, 10:14 AM

US-First-Lady Melania Trump hat eine Medienfirma verklagt, weil ein mutmaßlich verleumderischer Zeitungsartikel ihr nach eigenen Angaben geschäftlich schaden könnte. Laut dem Anwalt der Präsidentengattin hat die britische Daily Mail fälschlicherweise behauptet, sie habe als Escort-Dame gearbeitet.

Einbußungen in Millionenhöhe

In der am Montag beim obersten Gericht des US-Staates New York eingereichten Klage heißt es, Trumps Marke "Melania" habe an Wert verloren und "bedeutsame geschäftliche Möglichkeiten, die ihr sonst offen gewesen wären", seien weggefallen. Der Artikel habe Trumps "einmalige Chance" als extrem berühmte Person und erfolgreiche Geschäftsfrau beschädigt, eine kommerzielle Marke mit Produkten wie Schuhen, Kosmetik oder Pflegeprodukten auf den Markt zu bringen.

"Jede davon hätte über eine Zeit von mehreren Jahren hinweg Geschäftsverbindungen im Umfang von vielen Millionen Dollar erlangen können, in einer Zeit, in der die Klägerin eine der meistfotografierten Frauen der Welt ist", schreibt Trumps Anwalt in der Klage. Konkrete Pläne für Produkte nannte er aber nicht. Die verleumderischen Behauptungen schränkten die Eignung der 46-Jährigen ein, ihre Pflichten als First Lady auszuüben, hieß es weiter.

Trump hatte die Mail und einen Blogger schon im September auf 150 Millionen Dollar Schmerzensgeld verklagt. Wenige Stunden nach Bekanntwerden der Klage hatte die Daily Mail ihren Bericht zurückgezogen. Man habe weder behaupten noch unterstellen wollen, dass die vorliegenden Angaben wahr seien, hieß es zur Begründung.

"Außerdem haben wir nicht beabsichtigt, zu behaupten oder zu unterstellen, dass Mrs. Trump jemals als Escort oder im Sex-Business gearbeitet hat."

Ein Richter im US-Staat Maryland hatte diese Klage aus Zuständigkeitsgründen abgelehnt, wie die Washington Post berichtete.

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