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28.08.2018

#MeToo-Aktivistin Rose McGowan an Argento: "Tu das Richtige"

Nach den Missbrauchsvorwürfen von Schauspieler Jimmy Bennett gegen Asia Argento meldet sich nun Rose McGowan zu Wort.

#MeToo-Vorkämpferin Rose McGowan hat ihre Schauspielkollegin Asia Argento in einem offenen Brief aufgefordert, ehrlich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen sie umzugehen. "Asia, du warst meine Freundin. (...) Jeder kann besser sein - ich hoffe, du kannst es auch. Tu das Richtige. Sei ehrlich. Sei fair. Lass Gerechtigkeit ihren Gang gehen", hieß es in dem Schreiben, das unter anderem dem Filmportal Deadline vorliegt.

Bereits vor rund einer Woche hatte McGowan auf Twitter zu den Vorwürfen gegen Argento Stellung genommen. Damals schrieb sie: "Ich habe Asia Argento vor zehn Monaten kennengelernt. Was wir gemeinsam haben, ist der geteilte Schmerz, von Harvey Weinstein angegriffen worden zu sein. Mein Herz ist gebrochen. Ich werde meine Arbeit für Opfer überall fortsetzen."

Vorwürfe gegen Argento

Die New York Times hatte vor eineinhalb Wochen berichtet, Argento habe den heute 22 Jahre alten Schauspieler Jimmy Bennett in Kalifornien missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war. Sexuelle Handlungen mit Unter-18-Jährigen sind in dem US-Bundesstaat strafbar. Bennett habe Jahre später 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, in diesem Frühjahr hätten sie sich auf 380.000 Dollar (rund 330.000 Euro) geeinigt. Argento hatte den Bericht der Zeitung wenige Tage später deutlich zurückgewiesen. Bennett sprach von einem "Ereignis", das ihm widerfahren sei und einer "Person, die mir Unrecht getan hat" - was genau er Argento vorwirft, ließ er aber offen.

#MeToo-Bewegung schützen

Argento und McGowan sind beide Teil der #MeToo-Bewegung. Beide Frauen werfen dem Ex-Hollywoodmogul Harvey Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben. Ihre persönliche Beziehung zu Argento beeinflusse ihre Sicht auf die aktuelle Situation aber nicht, betonte McGowan, die den Vorwürfen gegen ihre Kollegin laut Statement Glauben schenkt: "Es ist traurig, eine freundschaftliche Verbindung zu verlieren, aber noch trauriger ist, was Jimmy Bennett passiert ist." Sie hoffe, dass der Fall der #MeToo-Bewegung nicht schade: "Wir können nicht zulassen, dass dieser Moment den Schwung einer Bewegung bricht, die so viele Menschen befreit hat. Wir müssen ihn dazu nutzen, uns zu erlauben, stärker zu werden. Mitfühlender. Aufmerksamer. Und organisierter."