Kultur
21.08.2018

#MeToo-Gründerin: Fall Argento zeigt, dass Bewegung funktioniert

"#MeToo auch für Männer da". Polizei überprüft nun die Vorwürfe gegen Asia Argento.

Dass sich eine der prominentesten und ersten Stimmen der #MeToo-Bewegung, Asia Argento, nun selbst für einen finanziellen Deal wegen eines sexuellen Übergriffs rechtfertigen muss, zeigt, dass die #MeToo-Bewegung so funktioniert, wie sie soll. Das sagt die #MeToo-Gründerin, Tarana Burke, laut New York Times. "Ich habe immer gesagt, dass #MeToo für uns alle ist - auch für die mutigen Männer, die nun Übergriffe öffentlich machen." Die Menschen würden versuchen, anhand des Falles die Bewegung zu diskreditieren, sagte Burke. "Lasst das nicht passieren."

Burke spricht damit u.a. den Fall einer Professorin an, die ihren Job wegen Übergriffsvorwürfen verloren hat. Und mehr als 100 männliche Wrestler haben öffentlich gemacht, dass sie in den 1970ern und 1980ern vom damaligenTeamarzt belästigt worden waren.Es stehen uns "schwierige Gespräche über Macht und Menschlichkeit und Privilegien bevor", sagt Burke.

Polizei prüft Vorwürfe

Die Polizei in Los Angeles hat inzwischen bestätigt, dass die Vorwürfe gegen Argento geprüft werden. Es gebe aber keinen Polizeibericht von damals dazu, hieß es.

Am Montag wurde bekannt, dass Argento einem jungen Mann 380.000 Dollar gezahlt hat, nachdem sie ein sexuelles Verhältnis mit dem damals 17-Jährigen gehabt haben soll. Burke sagt dazu: "Wir sind alle unperfekte Menschen und müssen für unser Verhalten geradestehen."