Kultur
20.08.2018

Übergriffs-Vorwurf gegen #MeToo-Vorkämpferin Asia Argento

Argento zahlte laut "New York Times" 380.000 Dollar, nachdem ein damals 17-Jähriger ihr einen Übergriff vorgeworfen hatte.

Die italienische Schauspielerin und Regisseurin Asia Argento, eine der prominentesten Stimmen der #MeToo-Bewegung und eine der ersten, die Harvey Weinstein öffentlich der Vergewaltigung bezichtigte, hat selber einem jungen Mann 380.000 Dollar gezahlt, nachdem sie ein sexuelles Verhältnis mit dem damals 17-Jährigen gehabt haben soll. Das berichtet die New York Times.

Jimmy Bennett, Schauspieler und Musiker, warf Argento demnach vor, dass es 2013 in einem Hotelzimmer in Kalifornien zu Übergriffen gekommen sei. Das Schutzalter in dem US-Bundesstaat liegt bei 18 Jahren.

Bennett hatte einst Argentos Sohn gespielt. Im November sandte er ein Schreiben an die Anwälte Argentos, in dem er ankündigte, klagen zu wollen. Ursprüngliche wollte er auf 3,5 Millionen Dollar klagen.

Die Einigung verhindert nun, dass Bennett Argento vor Gericht bringt. Auch ein Selfie, das die beiden zusammen im Bett zeigt, darf nicht veröffentlicht werden. Sie ist aber keine Schweigevereinbarung - dies ist nach kalifornischem Recht nicht möglich.

Argento war laut New York Times noch nicht für ein Statement zu erreichen. Auch Bennett selbst gab kein Statement ab. Die Einigung war der Zeitung anonym zugespielt worden.

Weinstein-Opfer

Argento, zuletzt Freundin des im Juni verstorbenen Kulinarik-Stars Anthony Bourdain, hatte im Zuge der #MeToo-Affäre bekannt gegeben, vor 20 Jahren vom einst einflussreichen Produzenten  Harvey Weinstein zum Oralverkehr gezwungen worden zu sein. „Wir lassen euch nicht davonkommen“, sagte sie bei einer Rede bei den Filmfestspielen von Cannes.