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07/25/2020

Meghan und Harry: Zwiespalt zwischen Rückzug und Streben nach Aufmerksamkeit

Das Paar versucht einen schwierigen Spagat zwischen dem Wunsch nach mehr Privatsphäre und medialer Aufmerksamkeit zu meistern.

Nachdem Meghan Markle nach ihrem Austritt aus der königlichen Familie bereits das britische Blatt Daily Mail wegen der Veröffentlichung eines Briefes ihres Vaters Thomas Markle angeklagt und dem Palast vorgeworfen hat, sie während ihrer Schwangerschaft nicht gegen Negativschlagzeilen beschützt zu haben, haben Meghan und Harry nun auch bei einem Gericht in Los Angeles Klage eingereicht.

Meghan und Harry gehen in die Offensive

Das Paar habe bei einem Gericht in Los Angeles Klage eingereicht, weil es sich auf seinem Anwesen von Paparazzi belästigt fühle, teilte ihr Anwalt Michael Kump mit. Unter anderem hätten Fotografen mit Drohnen ihren einjährigen Sohn Archie im Garten abgelichtet. "Jeder Mensch und jedes Familienmitglied in Kalifornien hat das Recht auf Privatsphäre im eigenen Haus", hieß es in der Mitteilung des Anwalts. 

Dass Meghan und Harry mit allen Mitteln versuchen, die Privatsphäre ihres vierzehn Monate alten Sohnes zu schützen, ist wenig verwunderlich. Harry selbst war - wie sein Bruder William - als Sohn von Prinz Charles und dessen verstorbenen Ehefrau Diana von klein auf dem Rampenlicht ausgeliefert. Und auch Williams und Kates Kinder George, Charlotte und Louis stehen als Nachkommen der Queen im Zentrum des Medieninteresses. Meghan und Harry wollten ihrem Sohn nach dem Umzug in die USA jedoch ein unbeschwerteres Leben ermöglichen.

Finanzielle Unabhängigkeit

Ende März waren Meghan und Harry als aktive Mitglieder der Königsfamilie zurückgetreten. Bald darauf folgte der Umzug nach Los Angeles, wo das Paar mit Sohn Archie ein 18-Millionen Dollar-Haus bezogen hat. 

Der Wunsch nach mehr Privatsphäre scheint für das Ehepaar selbst jedoch zweitrangig. Die beiden suchen weiterhin die mediale Aufmerksamkeit.

So hatte unter anderem eine Videokonferenz des Paares, in der sich Harry offiziell gegen Rassismus im Commonwealth ausgesprochen hatte, in seinem Heimatland hohe Wellen geschlagen. Meghan indes rief erst vor wenigen Tagen als Sprecherin bei der Online-Konferenz "Girl Up Leadership Summit" Frauen und Mädchen dazu auf, unangenehm zu sein, um Veränderungen zu erreichen. Mit der neuen Charity-Foundation “Archewell” will sich das Ehepaar außerdem auch weiterhin für soziale Projekte stark machen. 

Primärer Beweggrund für den "Megxit" dürfte finanzielle Unabhängigkeit sein. "Wir wollen als ranghohe Mitglieder der Königsfamilie zurücktreten und arbeiten, um finanziell unabhängig zu werden", hatte das Paar in einer vom Buckingham-Palast verbreiteten Erklärung ihren Austritt aus dem Königshaus erklärt. 

Letzte Verbindung zwischen Harry und William gekappt

Bereits im Februar vergangenen Jahres hatten die Söhne von Prinz Charles und Prinzessin Diana ihre PR-Teams separiert. Inzwischen gehen Harry und Meghan in Sachen Marketing ihren eigenen Weg.

Anfang des Monats wurde bekannt, dass die beiden Brüder auch den gemeinsamen "Diana Memorial Fund" auflösen wollen. Damit haben William und Harry jetzt nicht nur privat kaum noch etwas miteinander zu tun. Auch in Sachen Arbeit können Harry und William so vollständig unabhängig voneinander agieren.

"Das ist ein äußerst symbolischer Moment", erzählte ein Palastinsider gegenüber Sun. "Seit Harry und Meghan bekannt gegeben haben, dass sie sich ein anderes Leben wünschen, müssen solche Entscheidungen getroffen weren."

Royal Expertin erklärt Meghans und Harrys Beweggründe für "Megxit"

Kurz: Derzeit versuchen sich Meghan und Harry in einem schwierigen Spagat zwischen dem Wunsch nach mehr Privatsphäre und dem Streben nach Aufmerksamkeit. 

So ganz können die Briten aber offenbar nicht nachvollziehen, wieso die beiden zwar dem Palast den Rücken gekehrt haben, aber weiterhin mediale Aufmerksamkeit suchen. In Harrys Heimat scheint unter anderem Verwirrung darüber zu herrschen, wieso sich der Prinz trotz seines Rückzugs in die USA in die politischen Belange von Großbritannien einmischt.

Royal-Expertin Victoria Murphy mutmaßt im Gespräch mit dem Town and Country-Magazin, dass Meghan und Harry kein "völlig privates Leben" in ihrer neuen Heimat anstreben. 

"Harry und Meghan sind nicht deswegen zurückgetreten, weil sie gänzlich zurückgezogen leben wollen, sondern weil sie eine andere Form des öffentlichen Lebens suchen", so die Autorin. "Ein öffentliches Leben, über das sie mehr Kontrolle haben darüber, wer Zugang zu ihnen bekommt und über die Dinge, denen sie ihre Zeit widmen wollen."

Das würde auch Meghans Vorwürfe gegenüber der britischen Königsfamilie erklären, dass man ihr nicht erlaubt habe, sich gegen Negativschlagzeilen zur Wehr zu setzen, als sie noch Teil der "Firma" war.

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