Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe: Wussten Sie schon...?
Von Marilyn Monroe gab es Brust-Röntgenaufnahmen
Bis heute übt Marilyn Monroe eine ungebrochene Faszination aus – vielleicht, weil sie wie kaum eine andere Popkultur-Persona des 20. Jahrhunderts in widersprüchlichen Rollen zugleich existierte. Sie war Sexsymbol und zugleich eine ernsthaft arbeitende Schauspielerin, die am Actors Studio studierte und um künstlerische Anerkennung rang. In der öffentlichen Wahrnehmung erschien sie oft als verletzliches Opfer eines gnadenlosen Studiosystems, während sie hinter den Kulissen mit der Gründung einer eigenen Produktionsfirma strategisch Macht und Kontrolle suchte. Das Bild des naiven Blondchens (im weißen Kleid über dem U-Bahn-Schacht), das Hollywood kultivierte, stand im Kontrast zu einer Frau, die ihr Image bewusst formte, Verträge neu verhandelte und ihre Wirkung genau kannte.
Gerade dieses Spannungsfeld – zwischen Projektion und Persönlichkeit, zwischen Kunstfigur und realem Menschen – macht Marilyn Monroe bis heute zu einer Projektionsfläche für zeitlose Fragen nach Ruhm, Selbstbestimmung und dem vom Patriarchat geprägten Bild der Frau in unserer Gesellschaft.
Heute, am 1. Juni, wäre die Monroe 100 Jahre alt geworden. Kaum eine andere Frau im Showbusiness wurde derart analysiert wie Norma Jeane Baker, kaum eine andere Person im Showbusiness wird bis heute so derart falsch verstanden wie die Kult-Blondine.
Es gibt wenig, was man über Marilyn noch nicht weiß. Wir haben anlässlich ihres 100. Geburtstages trotzdem versucht, zehn bisher wenig bekannte Fakten über Marilyn Monroe für Sie zusammenzutragen.
Sie hatte einen überdurchschnittlich hohen IQ
Marilyn Monroe ließ in den 1950er‑Jahren ihren Intelligenzquotienten testen. Ihr IQ soll bei etwa 165 gelegen haben. Sie war belesen, liebte klassische Literatur und besaß über 400 Bücher, darunter Werke von James Joyce und Dostojewski. Was einmal mehr beweist: Um vor der Kamera dümmlich zu wirken, muss man ganz schön klug sein.
Sie stotterte als Kind stark
Als Kind hatte Norma Jean ein ausgeprägtes Stotterproblem. Ihre spätere langsame, hauchige Sprechweise entwickelte sie teilweise bewusst, um die Sprachprobleme zu kontrollieren. Zugleich half sie ihr auch dabei, die glamouröse Hollywood-Persona "Marilyn Monroe" zu kreieren.
Sie war ernsthaft an Method Acting interessiert
Marilyn studierte am renommierten Actors Studio in New York bei Lee Strasberg – zusammen mit Schauspiel-Größen wie Marlon Brando. Sie nahm den Unterricht sehr ernst und war dort keineswegs bloß als "Sexsymbol" bekannt – ein Schicksal, das ihre spätere Karriere jedoch bestimmen sollte.
Sie gründete ihre eigene Produktionsfirma
1955 gründete sie die Produktionsfirma "Marilyn Monroe Productions", was für eine Schauspielerin in Hollywood damals äußerst ungewöhnlich war. Damit erkämpfte sie sich mehr kreative Kontrolle und anspruchsvollere Rollen.
Sie litt unter extremem Lampenfieber
Trotz (oder gerade aufgrund) ihres Images der glamourösen Hollywood-Diva hatte sie massive Bühnen‑ und Auftrittsängste, die zu Verspätungen und Drehabbrüchen führten. Auch vor öffentlichen Proben soll sie mit Panik reagiert haben. Diese Angst trug stark zu ihrem Ruf als "schwierig".
Sie hatte eine ausgeprägte Lesedisziplin
Marilyn zwang sich, täglich zu lesen, auch wenn sie müde oder depressiv war. Lesen betrachtete sie als "Selbstrettung". Mit ihrem Ehemann Arthur Miller, einem bedeutenden Dramatiker, verband sie die Liebe zur Literatur. Viele unterschätzten ihren geistigen Austausch.
Sie engagierte sich heimlich gegen Rassentrennung
Marilyn setzte sich privat gegen Rassismus ein. So unterstützte sie etwa Ella Fitzgerald, indem sie Clubs dazu brachte, sie auftreten zu lassen. Diese jedoch stellten die Bedingung, dass Marilyn selbst im Publikum saß.
Ihr berühmtes "Muttermal" war oft geschminkt
Das ikonische Schönheitsmal war zwar echt, wurde aber für Filme häufig verstärkt oder sogar neu aufgemalt, da es auf der Leinwand sonst kaum sichtbar gewesen wäre.
Sie hatte chronische Schlafstörungen
Marilyn litt unter schwerer Insomnie und nahm über Jahre Schlafmittel, oft in Kombination. Genau solch eine Überdosis soll zu ihrem frühen Tod am 4. August 1962 geführt haben. Doch bis heute ranken sich darüber viele Theorien.
Sie hasste den Begriff "Sexsymbol"
Marilyn fühlte sich durch diesen Begriff auf ihr Aussehen reduziert. So betonte sie immer wieder, dass sie nicht wie ein Körper angebetet, sondern als Mensch verstanden werden wollte. In einem Interview aus dem Jahr 1960 etwa sagte sie: "Ich habe insgeheim das Gefühl gehabt, nicht vollkommen 'echt' zu sein, so etwas wie eine gut gemachte Fälschung."
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