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12/27/2018

Kevin Spacey: 18-Jähriger filmte vermeintlichen Übergriff

Ein junger Mann, der dem Schauspieler sexuellen Missbrauch vorwirft, hat den fraglichen Vorfall teilweise gefilmt.

Der damals 18-Jährige wirft US-Schauspieler Kevin Spacey vor, ihm in einem Restaurant in die Hose gegriffen zu haben. Den Übergriff hat der junge Mann teilweise gefilmt. Das geht aus der Klageschrift hervor, welche die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.

Demnach schickte der junge Mann seiner Freundin über den Online-Dienst Snapchat Nachrichten und ein Video aus dem Restaurant "Club Car" in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts.

Kevin Spacey: Sexueller Übergriff gefilmt

Der in der Klageschrift namentlich als William Little angeführte junge Mann wirft Oscarpreisträger Spacey vor, ihm 2016 in dem Restaurant in die Hose gegriffen zu haben, nachdem beide gemeinsam Bier und Whiskey getrunken hatten. Der junge Mann, der sich Spacey gegenüber fälschlicherweise als 23-Jähriger ausgab, tauschte an dem Abend offenbar Nachrichten mit seiner Freundin aus. Weil diese ihm nicht glaubte, schickte er ihr ein Snapchat-Video.

Die Polizei stellte das Video sicher. Der junge Mann bestätigte, dass die Aufnahmen ihn und Spacey zeigen. Der 59-jährige Schauspieler ("American Beauty", "Die üblichen Verdächtigen") könnte wegen der Vorwürfe am 7. Jänner vor dem Bezirksgericht Nantucket angeklagt werden. Seine Anwältin antwortete am Mittwoch zunächst nicht auf eine Anfrage zu dem Video.

Karriere-Aus nach Missbrauchsvorwürfen

Erste Missbrauchsvorwürfe gegen Spacey waren im Oktober 2017 öffentlich geworden. Der Schauspieler hat sich seitdem aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, seine Karriere liegt auf Eis. Unter anderem verlor er seine Hauptrolle in der Netflix-Serie "House of Cards".

Spacey brach Schweigen in Video

Am Montag meldete Spacey sich mit einem auf Youtube veröffentlichten Video zurück, in dem er in die Rolle seine Filmfigur Frank Underwood in "House of Cards" schlüpft. Darin spricht er über nicht näher beschriebene Vorwürfe gegen ihn und sagt unter anderem, er werde nicht für Vergehen bezahlen, die er nicht begangen habe.