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02.08.2018

Aniston spricht erstmals über gescheiterte Ehe mit Theroux

Die Schaupielerin sprach in seltenem Interview über die Trennung, die Gründe ihrer Kinderlosigkeit und Sexismus in Hollywood.

Im Februar dieses Jahres wurde bekannt, dass die Ehe von Jennifer Aniston und Justin Theroux Geschichte ist. Der Trennung waren vehemente Krisengerüchte vorhergegangen (dazu mehr). Nach dem Aus zog sich Aniston zunächst aus der Öffentlichkeit zurück. Nun gab sie der InStyle ein seltenes Interview, in dem sie sich erstmals persönlich zu ihrer gescheiterten Beziehung mit Theroux äußerte.

"Bin nicht todunglücklich"

"Wir sind zwei beste Freunde, die sich entschieden haben, als Paar getrennte Wege zu gehen, freuen uns aber auf die Fortsetzung unserer geschätzten Freundschaft", hatten Aniston und Theroux im Februrar über ihre Sprecher ausrichten lassen.

Berichte der Klatschpresse, sie würde unter der Trennung leiden, dementierte Aniston nun zudem.

"Es ist ziemlich verrückt. Die Fehlvorstellungen gehen von 'Jen kann keinen Mann bei sich behalten' und 'Jen weigert sich, ein Baby zu haben, weil sie Karriere machen will' – oder dass ich (Anm. nach der Trennung) am Boden zerstört bin", beschwerte sich der ehemalige "Friends"-Star und stellte klar: "Ersten, bei allem Respekt, ich bin nicht todunglücklich."

Solche Schlagzeilen stillten wohl "eine Art Bedürfnis der Öffentlichkeit", so die Schauspielerin, "aber ich konzentriere mich auf meine Arbeit, meine Freunde, meine Tiere und wie wir die Welt zu einem besseren Ort machen können".

Keine Kinder wegen "medizinischen" Problemen?

"Und zweitens, das sind rücksichtlose Mutmaßungen. Niemand weiß, wie es bei jemandem hinter verschlossenen Türen aussieht", stellte Jen außerdem klar. "Niemand denkt darüber nach, wie sensibel dieses Thema für meinen Partner und mich sein kann."

Erstmals deutete Aniston nun an, dass ein medizinisches Problem der Grund für ihre Kinderlosigkeit sei. "Sie wissen nicht, was wir medizinisch und emotional durchgemacht haben", verriet sie jetzt.

Aniston über Sexismus in Hollywood

Von den Spekulationen der Klatschmagazine zeigt sie sich inzwischen genervt. "Auf Frauen lastet der Druck, Mutter zu werden, und wenn sie das nicht werden, gelten sie als kaputte Ware. Vielleicht habe ich einen andere Bestimmung auf diesem Planeten, als mich fortzupflanzen?", so die 49-Jährige.

"Ich habe auf alle Fälle meine Erfahrungen mit Sexismus in den Medien und in Hollywood gemacht", führte Aniston weiter aus. "Wenn sich ein Paar in Hollywood trennt, wird die Frau dafür verachtet. Die Frau wird dargestellt, als wäre sie verlassen, traurig und alleine. Sie gilt als Versagerin. Wann hast du das letzte Mal von einer Scheidung gelesen, bei dem ein kinderloser Mann als 'alte Jungfer' dargestellt wird?"

Generell habe sie in der Filmfabrik aber schlimmere Erfahrungen mit Frauen als mit Männern gemacht, so Jen in Bezug auf die Metoo-Debatte. "Es ist mir nie passiert, dass jemand, der in einer Vormachtstellung war, mich in eine unangenehme Situation gebracht hätte oder mich ausgenutzt hätte", stellte Aniston klar, fügte aber hinzu: "Ich persönlich habe erlebt, dass ich von Frauen verbal und energetisch viel schlimmer behandelt wurde in diesem Business."

Jennifer Aniston, die derzeit mit Dreharbeiten zu einem neuen Netflix-Film mit dem Titel "Murder Mystery" beschäftigt ist, und Justin Therox waren sieben Jahre zusammen und hatten sich 2015 im kleinen Kreis getraut. Zuvor war Aniston von 2000 bis 2005 mit Hollywoodstar Brad Pitt verheiratet, der sie für Angelina Jolie verlassen hatte.