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Stars
11/01/2020

8 "Harry Potter"-Stars, die leider bereits verstorben sind

Millionen von Kindern wurden mit den Darstellern der Filmreihe rund um den Zauberlehrling Harry Potter erwachsen.

Die sieben Bände der "Harry Potter"-Saga der britischen Schriftstellerin J.K. Rowling wurden in den Jahren 1997 bis 2007 veröffentlicht. Sie verkauften sich millionenfach in aller Welt und wurden erfolgreich verfilmt. Seitdem wachsen Generationen mit den Büchern und Filmen rund um den Zauberlehrling auf.

Ihren populären Helden dachte sich J.K. Rowling angeblich schon 1990 auf einer Eisenbahnfahrt aus. Ihr Zug fuhr vom berühmten Londoner Bahnhof King's Cross ab, der auch dank Harry Potter eine beliebte Touristenattraktion ist. Vom geheimen Gleis neundreiviertel machen sich Harry und seine Freunde auf den Weg zur Zauberschule Hogwarts. An dem Konzept für ihre siebenteilige Buchreihe arbeitete Rowling fünf Jahre. Sie fertigte Tabellen mit Charakteren, Figuren, Orten und Ereignissen an, um verschiedene Handlungsstränge mit fortschreitendem Verlauf der Geschichte Stück für Stück zusammenzufügen. Ihre Charaktere wurden Kult - mitsamt ihren Darstellern. Viele zentrale Schauspieler der Filmreihe sind mittlerweile aber leider verstorben.

Diese "Harry Potter"-Darsteller sind nicht mehr unter uns

Alan Rickman

Auf eine Filmkarriere hat Alan Rickman es nie angelegt, sagte er einst in einem Interview. Aber: "Wenn man die Gelegenheit bekommt, muss man sie nehmen und rennen." Seit seinem späten Filmdebüt mit 41 Jahren in "Stirb langsam" (1988) war der versierte Film- und Theaterdarsteller eine fixe Größe in der internationalen Filmwelt. Im Jänner 2016 ist er im Alter von 69 Jahren gestorben.

Alan Rickman

Ein breites Publikum kennt Rickman vor allem aus der "Harry Potter"-Filmreihe (2001-2011). Als der Engländer die Rolle des Severus Snape annahm, machte er Autorin J.K. Rowling glücklich. Mit seiner hypnotischen, klangvollen Stimme, der Adlernase und den schmalen Augen war er zu Recht ihre Traumbesetzung für den undurchsichtigen Magier. Als echter Bösewicht war Rickman 1988 bekannt geworden: In "Stirb langsam" war er Hans Gruber, Widersacher von Bruce Willis. Rickman starb an Krebs, wie seine Familie mittelte - kurz vor seinem 70. Geburtstag.

Robert Hardy

Robert Hardy entdeckte sein Talent für die Schauspielerei als Schleppenträger auf einer Hochzeit, später begeisterte er ein Millionenpublikum in der Serie "Der Doktor und das liebe Vieh". Mitte 2017 ist der britische Schauspieler im Alter von 91 Jahren gestorben. In "Der Doktor und das liebe Vieh" verkörperte Hardy den gutmütigen Veterinär Siegfried Farnon. Die Serie wurde 1977 bis 1990 produziert. Einem jüngeren Publikum war Hardy als Zauberei-Minister Cornelius Fudge aus den Harry-Potter-Filmen bekannt. Wegen seines hohen Alters musste Hardy schließlich aus der Filmreihe aussteigen. Der Produktionsfirma wurde die Versicherungsprämie für ihn zu teuer, wie Hardy in einem BBC-Interview sagte.  

Robert Hardy

Einen seiner größten Erfolge feierte er in der Rolle des britischen Premierministers Winston Churchill in der Fernsehserie "Winston Churchill: The Wilderness Years", für die er 1981 mit dem britischen Film- und Fernsehpreis (Bafta Award) ausgezeichnet wurde. Hardy spielte den Kriegspremier insgesamt neun Mal. Gastauftritte hatte er unter anderem in den Krimiserien "Inspector Barnaby" und "Inspector Lewis".

John Hurt

Der britische Schauspieler John Hurt starb im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie sein Management im Jänner 2017 bekannt gab. Hurt war über Jahrzehnte hinweg in Film, Fernsehen und Theater aktiv. Seine wohl bekannteste Rolle - die des schwer entstellten Mannes John Merrick - spielte er 1980 in David Lynchs "Der Elefantenmensch". International berühmt wurde er unter anderem mit dem Science-Fiction-Horrorfilm "Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" (1979). Dem jüngeren Publikum ist Hurt eher als Zauberstabmacher Mr. Ollivander aus der "Harry Potter"-Serie bekannt. Auch bei der BBC-Kultserie "Doctor Who" wirkte er zeitweise mit.

John Hurt

Das Multitalent wurde zweimal für einen Oscar nominiert und gewann einen Golden Globe und vier Bafta-Preise, unter anderem 2012 für sein Lebenswerk und seinen außerordentlichen Verdienst um den britischen Film. Bei der Berlinale 2009 erhielt er einen Teddy Award für seine Darstellung des homosexuellem britischen Schriftstellers Quentin Crisp in "An Englishman in New York". 2015 wurde Hurt von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Im Juni 2015 hatte Hurt auf seiner Homepage mitgeteilt, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sei. Damals hieß es noch, dieser sei in einem frühen Stadium und er selbst sei optimistisch.

David Ryall (ganz rechts)

"Harry Potter"-Fans kannten ihn als Magier Elphias Doge: Der britische Film- und Theaterschauspieler David Ryall starb am ersten Weihnachtsfeiertag 2014 im Alter von 79 Jahren. Ryall wurde international vor allem durch seine Rolle als Elphias Doge in "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" (2010) bekannt. Er spielte außerdem in "In 80 Tagen um die Welt" (2004) und in "Der Elefantenmensch" von David Lynch (1980). "Ein funkelnder, brillanter, wunderbarer Schauspieler, den ich einen Freund nennen durfte", würdigte ihn sein Kollege Mark Gattis auf Twitter. Im selben Jahr starb auch der britische Schauspieler Dave Legeno, der in der "Harry Potter"-Filmreihe einen Werwolf spielte. Er wurde im Juli 2014 im kalifornischen Nationalpark Death Valley tot aufgefunden. Zwei Wanderer fanden die Leiche des 50-Jährigen, wie die Polizei des Bezirks Inyo County in Independence mitteilte. Die Polizei ging davon aus, dass Legeno an den Folgen der extremen Sommerhitze in der Wüstengegend "Tal des Todes" gestorben ist. Die Temperaturen in Death Valley können im Sommer auf weit über 40 Grad steigen. Dave (eigentlich David) Legeno war in drei der acht "Harry Potter"-Filme in der Rolle des Werwolfs Fenrir Greyback zu sehen. Er hatte auch kleine Rollen in Filmen wie "Snatch - Schweine und Diamanten" und "Batman Begins".

Richard Griffiths

Der britische Schauspieler Richard Griffiths, bekannt durch seine Rolle als böser Onkel in den Harry-Potter-Filmen ist im März 2013 nach Komplikationen bei einer Herzoperation gestorben, berichteten mehrere britische Medien damals. Er wurde 65 Jahre alt. Während er in seiner Heimat vor allem durch zahlreiche Nebenrollen schon früh bekannt wurde, erlangte er als Vernon Dursley, der seinen Neffen Harry Potter terrorisiert, weltweit Berühmtheit. Potter-Darsteller Radcliffe erklärte, er sei stolz, Griffiths gekannt zu haben: "Richard war in den wichtigsten Momenten meiner Karriere an meiner Seite."

Richard Harris

Der irische Schauspieler Richard Harris starb nur wenige Tage vor der Premiere seines letzten Films "Harry Potter und die Kammer des Schreckens", in dem er zum zweiten Mal den Zauber-Professor Albus Dumbledore spielt, im Oktober 2002. Er erlag in einem Londoner Krankenhaus der Hodgkin-Krankheit, einer Form des Lymphdrüsenkrebses. Harris war ebenso wie seine Kollegen und Zechkumpanen Richard Burton und Peter O'Toole stolz darauf, ein großer Trinker und Frauenheld zu sein. "Mir liegt nichts an Ruhm oder Unsterblichkeit oder solchen Sachen. Es ist mir egal, weswegen man sich an mich erinnert. Es ist mir egal, ob man sich erinnert. Es ist mir egal, weswegen man sich nicht an mich erinnert. Es ist mir aufrichtig egal", sagte Harris einmal. Von den mehr als 70 Filmen, die er drehte, waren seiner - in allen Dingen gerne übertriebenen - Ansicht nach mindestens 60 schlecht. Sein Streifen "Tarzan, der Affenmensch" mit Bo Derek gehöre vermutlich sogar zu den schlechtesten Filmen, die je gedreht wurden, sagte er.

Richard Harris

Seinen großen Durchbruch und die Anerkennung als Charakterdarsteller erreichte Harris 1967 als König Arthur im Film "Camelot". Außerdem spielte er in Streifen wie "Ein Mann, den sie Pferd nannten" (1970), "Die Kanonen von Navarone" (1961) sowie "Meuterei auf der Bounty" (1962) und war Partner von praktisch allen großen Filmstars der 60er- bis 80er Jahre. Zwei Mal wurde er für den "Oscar" nominiert: Für die Rolle des Rugbyspielers Frank Machin im Film "This Sporting Life" ("Lockender Lorbeer"), der 1962 zu seinem ersten großen Erfolg wurde. Und für seine Rolle des Farmers Bull McCabe, der hartnäckig für ein Stück Land kämpft, im Film "The Field" ("Das Feld", 1990). Lange vor seinem Tod regelte er die wichtigsten Dinge. Seine drei Söhne Jamie, Jared und Damian wies er an, ihn in seinem alten Rugbytrikot des Munster-Teams zu begraben.

Robert Knox (2. v. l.)

Der Schauspieler Robert "Rob" Knox starb 2008 18-jährig. Er wurde vor einer Bar in London erstochen. Vier seiner Freunde wurden während der Tat mit Messerstichen verletzt. Vorausgegangen war ein Streit um ein vermisstes Handy. Knox spielte in dem Film "Harry Potter und der Halbblut-Prinz" den Ravenclaw-Schüler Marcus Belby, der auf dieselbe Schule wie Harry Potter geht. Knox war Opfer des Angreifers geworden, weil er seinen jüngeren Bruder Jamie vor dem Messerstecher beschützen wollte. Augenzeugen hatten damals ausgesagt, dass Knox den Streit schlichten wollte, und dann von dem Angreifer attackiert worden war.

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