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08/27/2020

Jetzt reicht's: Halle Berry will sich in Scheidungsprozess selbst verteidigen

Fünf Jahre sind Hollywoodstar Berry und ihr dritter Exmann Olivier Martinez nun schon getrennt - geschiedene Leute sind die deshalb noch lange nicht.

US-Schauspielerin Halle Berry blickt nachdenklich auf ihre drei gescheiterten Ehen zurück. "Wir Frauen heiraten und denken, dass die Ehe für immer halten wird und dass das unser Prinz auf dem weißen Pferd ist", sagte Halle Berry im Jahr 2017 in einem Interview, das das Promi-Portal Entertainment Tonight veröffentlichte. "Wir heiraten mit dieser Hoffnung und wenn die zerbricht, fühlt sich das wie ein großes Scheitern und eine große Enttäuschung an", so Berry weiter.

Berry und Martinez: Scheidungsprozess vor Wende

Sie selbst habe sich nach den Trennungen zuweilen "schuldig und verantwortlich" gefühlt. Die Oscar-Preisträgerin hatte Ende 2015 die Trennung von ihrem dritten Ehemann, dem Schauspieler Olivier Martinez, bekannt gegeben. Zuvor war sie mit dem Baseballspieler David Justice und dem Musiker Eric Benet verheiratet gewesen. Geschieden sind Martinez und Berry nach wie vor nicht, ins stockende Verfahren dürfte nun aber wieder neuer Wind kommen. Wie Entertainment Tonight berichtet, soll Berry im Scheidungsprozess künftig auf ihre Anwälte verzichten wollen. Stattdessen plane sie, sich selbst zu verteidigen, heißt es. Dies sollen Gerichtsdokumente belegen, die dem Portal zugespielt worden seien. Berry und Martinez haben einen gemeinsamen Sohn, den sechsjährigen Maceo, dessen Sorgerecht sie sich teilen.

Erst kürzlich sorgte Berry mit einer anderen Sache für Schlagzeilen. Nach heftiger Kritik beschloss sie, sich doch nicht um eine Transgender-Rolle zu bemühen. Als Cisgender-Frau verstehe sie jetzt, dass sie diese Rolle nicht hätte in Betracht ziehen sollen, entschuldigte sich die 54-Jährige im Juli bei Twitter. Wer sich als "Cisgender" oder "Cis-Mensch" bezeichnet, identifiziert sich mit dem Geschlecht, das ihm oder ihr bei der Geburt zugewiesen wurde.

"Die Transgender-Community sollte ohne Zweifel die Gelegenheit haben, ihre eigenen Geschichten zu erzählen", schrieb Berry als Begründung. In einem Interview auf Instagram hatte die Oscar-Gewinnerin zuvor von ihrer nächsten möglichen Rolle erzählt: "Sie ist eine Frau, die sich in einen Mann gewandelt hat." Weiter sagte Berry: "Das ist eine Frau. Das ist eine weibliche Geschichte." Sie wolle das "Warum" und "Wie" verstehen, "diese Welt" erleben, verstehen und tief in sie eintauchen. Unter anderem für dieses "misgendern" – also das Ansprechen mit dem falschen Geschlecht, das viele Betroffene als verletzend empfinden – wurde sie in den sozialen Medien daraufhin kritisiert.

Transgender bräuchten Berry nicht, um für sie zu sprechen, wurde in den Kommentaren auf Instagram etwa kritisiert. Oder: Es gebe genügend Transmänner, die die Rolle spielen könnten. Berry schrieb, sie wolle sich für ihre Äußerungen entschuldigen. Sie sei dankbar für die Anleitung und die kritischen Gespräche. Sie werde weiterhin zuhören und aus dem Fehler lernen. "Ich gelobe, ein Verbündeter zu sein und meine Stimme einzusetzen", schrieb sie bei Twitter. Die queere US-Organisation "Glaad" begrüßte die Entschuldigung auf Twitter: "Wir freuen uns, dass Halle Berry auf die Bedenken von Transgender-Menschen gehört und von ihnen gelernt hat. Andere mächtige Menschen sollten das Gleiche tun."

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