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George Clooney: Scharfe Kritik an mangelnder Sicherheit am "Rust"-Set

Im Oktober erschoss Alec Baldwin bei einem Unfall am Filmset von "Rust" Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer Filmwaffe, in der statt einer Platzpatrone scharfe Munition steckte.

11/17/2021, 11:45 AM

Am 21. Oktober ist es wĂ€hrend der Dreharbeiten zum Western "Rust" auf einer Filmranch in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico zu einem tödlichen Vorfall gekommen: Alec Baldwin, der als Produzent und Hauptdarsteller in dem Film zu sehen ist, hatte bei der Probe fĂŒr eine Szene eine Waffe abgefeuert, wobei Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzt und Regisseur Joel Souza an der Schulter getroffen und ebenfalls verletzt wurde. Erste Ermittlungen ergaben, dass sich in der Waffe eine echte Kugel anstelle einer Platzpatrone befand.

Kritik an Sicherheitsvorkehrungen am "Rust"-Set

Der L.A Times zufolge habe es am Set schon zuvor Sorge bezĂŒglich der Sicherheit sowie Skepsis gegenĂŒber der verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig unerfahrenen Waffenmeisterin gegeben. Die 24-jĂ€hrige Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed, die bei den Dreharbeiten fĂŒr Revolver und Gewehre verantwortlich war, weist VorwĂŒrfe der NachlĂ€ssigkeit allerdings zurĂŒck.

Einer, der nun scharfe Kritik an den vermeintlich vernachlĂ€ssigten Sicherheitsvorkehrungen am "Rust"-Set ĂŒbt, ist Hollywoodstar George Clooney. In einer Episode des Podcasts "WTF With Marc Maron", der am Montag veröffentlicht und laut Moderator Maron eine Woche nach dem Unfall beim Filmdreh aufgenommen wurde, kam der Oscar-PreistrĂ€ger unter anderem auf den Vorfall am "Rust"-Set zu sprechen.

Dabei kritisierte Clooney, dass die Produzenten des Films nicht einen Waffenmeister mit Erfahrung angeheuert haben. Er bezeichnete es als "wahnsinnig", dass am Set des neuen Alec-Baldwin-Films scharfe Munition in der Waffe war, die zum Tod der Kamerafrau gefĂŒhrt hat. Clonney sagte, er kenne Baldwin nicht gut, glaube aber nicht, dass dieser die Absicht gehabt habe, "etwas falsch zu machen" und bezeichnete den Vorfall als "schrecklichen Unfall".

Dennoch betonte der Oscar-PreistrĂ€ger, wie wichtig es sei, sich an das Sicherheitsprotokoll zu halten. "Jedes Mal, wenn mir am Set eine Waffe ausgehĂ€ndigt wird, schaue ich sie mir an, öffne sie, zeige sie der Person, auf die ich sie zeige, und wir zeigen sie der Crew", sagte Clooney. Nach jeder einzelnen Aufnahme wĂŒrde die Waffe dann an den Waffenmeister zurĂŒckgegeben werden, bevor man diese vor dem Dreh jeder weiteren Szene erneut kontrolliert. 

US-Medien hatten nach dem tödlichen Vorfall am "Rust"-Set Kritik an der 24 Jahre alten Waffenmeisterin, geĂŒbt, die fĂŒr die ordnungsgemĂ€ĂŸe Handhabung aller Waffen am Set zustĂ€ndig war. "Rust" war erst der zweite Film, an dem sie in dieser Funktion beteiligt war. Die Produktionsfirma Rust Movie Productions wies die VorwĂŒrfe zurĂŒck. Es seien keine offiziellen Beschwerden ĂŒber die Sicherheit von Waffen oder Requisiten am Set bekannt gewesen, zitierte die New York Times aus einer Mitteilung. Die Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western hatten Anfang Oktober auf der Bonanza Creek Ranch begonnen und sind nach dem Unfall unterbrochen worden.

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