freizeit
16.12.2017

Georg Friedrich: Mein Lieblingsbuch

Über "Kokain“ von Walter Rheiner

Ich mag kurze Sätze. Liebe es, wenn sich Charaktere durch ihre Handlungen definieren. Trotzdem empfehle ich hier nicht die „Pulp“-Meister Jim Thompson oder Charles Willeford. Auch nicht deren geniale Zeitgenossen Dave Zeltserman oder Roger Smith. Allesamt Genies, die man eigentlich nur begreifen kann, wenn man sie in deren Muttersprache Englisch liest. Das Buch meines Lebens ist aber, seiner Einzigartigkeit, die das Thema betrifft und der schönen Sprache in Berlin der 1920er-Jahre wegen, Walter Rheiners Kokain“ (www.taipanclassic.de). Mit einem Protagonisten, der durch das Injizieren von Kokain die Hölle auf Erden durchwandert. Ein Thema, das moderner nicht sein kann, wenn man einige U-Bahn-Stationen Wiens genauer betrachtet. * Das Filmarchiv Austria widmet dem Schauspieler eine Retrospektive (bis 10. Jänner) mit einer Auswahl von 23 seiner Werke, darunter auch die neueste Arbeit "Helle Nächte" sowie Filme, die bislang noch nicht regulär im Kino zu sehen waren.www.facebook.com/filmarchivaustria