© pps.at

Stars
06/06/2019

Ellen Pompeo: "Grey's Anatomy"-Set war "toxische" Umgebung

Die ersten zehn Jahre am Set habe das Benehmen ihrer Kollegen die Schauspielerin stark belastet.

US-Schauspielerin Ellen Popmeo verriet, dass die ersten Jahre bei "Grey's Anatomy" belastend für sie waren.

"Die ersten zehn Jahre hatten wir ernsthafte Probleme im Umgang, sehr schlechtes Benehmen, eine echt toxische Umgebung", erzählte die 49-Jährige im Interview mit Variety.

"Als ich aussteigen hätte können, wollte ich es nicht"

Die Frage, ob die Schauspielerin jemals einen Moment gehabt habe, in denen sie die Show verlassen wollte, sagte sie: "Da waren viele Momente. Es ist witzig: In dem Jahr, in dem ich aussteigen hätte können, wollte ich es nicht."

Als Pompeo schließlich Mutter wurde, begriff sie, dass sie ihre Familie versorgen musste. "Es ging nicht länger um mich", erklärte sie. "Mit 40 Jahren, woher würde ich sonst so viel Geld bekommen? Ich muss mich um meine Kinder kümmern", erinnerte sich die Frau von Musikproduzenten Chris Ivery, die drei Kinder hat.

"Ich wollte ein Umfeld schaffen, auf das ich stolz sein kann"

Das Arbeitsklima am Set änderte sich erst nach der zehnten Staffel. Zu diesem Zeitpunkt machte es sich Pompeo zum Ziel, die verfahrene Situation zu ändern. "Ich wollte ein Umfeld schaffen, in dem ich glücklich bin und auf das ich stolz sein kann, nachdem wir zehn Jahre lang so ein Durcheinander hatten", so die Schauspielerin.

"Meine Mission wurde, dass es (Anm.: "Grey's Anatomy") nicht in der Öffentlichkeit fantastisch und hinter den Kulissen ein Desaster sein kann", erzählte Pompeo. "Shonda Rhimes und ich entschieden uns also, das Ende der Story neu zu schreiben. Das ist es, was mich gehalten hat", sagte die Schauspielerin im Gespräch mit Variety. Pompeo habe sich damit eine doppelte Mission geschaffen.

Eine weitere sei gewesen, dass sie dem Sender ABC beweisen habe müssen, dass die Serie keiner neuen männliche Hauptrolle bedurfte, nachdem Co-Star Patrick Dempsey, der als Derek Shepherd in der Serie Meredith Greys Liebespartner gespielt hatte, den Serientod starb.

Streitereien sorgten für Schlagzeilen

Die Stimmung am Set habe sich mittlerweile völlig verändert, so Pompeo. Sie müsse beispielsweise nicht mehr so oft für Dreharbeiten verreisen und könne trotz ihrer Arbeit auch Mutter sein.

In den letzten Jahren hatte so manch Streiterei aus dem "Grey's Anatomy"-Cast für Schlagzeilen gesorgt: 2007 wurde Isaiah Washington gefeuert - er hatte sich im Jahr davor einen Streit mit T.R. Knight geliefert, bei dem er diesen als "Schwuchtel" beschimpft haben soll. Kurz nach der Auseinandersetzung entschuldigte sich Washington für die "unglückliche Wortwahl während eines Zwischenfalls am Set". Zu dieser Zeit hatte sich T.R. Knight noch nicht öffentlich als homosexuell geoutet - das tat er kurz nachdem Berichte über den Zwischenfall veröffentlicht wurden. Später leugnete Washington erneut, seinen Kollegen beschimpft zu haben.

Für weitere Aufregung sorgte Katherine Heigl, die mit einem passiv-aggressiven Statement ihre Emmy-Nominierung 2008 zurückzog. Die Schauspielerin verkündete, dass "ihre Storyline in dieser Staffel keine Emmy-Nominierung rechtfertigt".

Als T.R. Knight die Serie 2009 verließ, enthüllte er gegenüber Entertainment Weeky, dass er und die Schöpferin der Serie, Drehbuchautorin Shonda Rhimes, einen "Kommunikations-Zusammenbruch" erlitten hatten.