Julianne Moore bei einem Fimfestival in Karlovy Vary, Juni 2019.

© APA/AFP/MICHAL CIZEK

Stars

"Zerbrochene Nation": Stars verurteilen nach Massakern US-Waffengesetze

Julianne Moore, Lili Reinhart, Josh Gad und weitere sprachen sich nach den Bluttaten in den USA gegen geltende Waffengesetze aus.

von Fee Niederhagen

08/05/2019, 12:07 PM

Am Wochenende ereilten die USA zwei weitere AmoklÀufe. In El Paso, Texas, wurden 20 Menschen getötet und viele weitere verletzt, als ein mit einem halbautomatischen Gewehr bewaffneter Mann in der Cielo Vista Mall das Feuer eröffnete. Keine 24 Stunden spÀter erschoss ein AmoklÀufer in Dayton, Ohio, neun Menschen in einem Ausgehviertel.

Wiederkehrende AmoklĂ€ufe sind in den USA seit Jahren ein Problem, Kritiker ziehen die lockeren Waffengesetze in die Verantwortung. Nach den zwei Bluttaten sprachen sich Stars verschiedenster Metiers fĂŒr eine Reform der Gesetze aus.

Julianne Moore ist Anti-Waffen-Aktivistin

US-Schauspielerin Julianne Moore (58), die auch UnterstĂŒtzerin der Anti-Waffen-Organisationen "Moms Demand Action" und "Everytown for Gun Safety" ist, Ă€ußerte sich nach der ersten Tat auf Twitter: "Dies ist eine Krise des öffentlichen Gesundheitswesens. Machen Sie Ihren Gesetzgeber dafĂŒr verantwortlich."

Nachdem Berichte vom zweiten Massaker die Schauspielerin erreichten, legte sie nach. "Meine Empörung ist erschöpft, ersetzt durch den Entschluss, die Waffengewalt zu beenden", so Moore. In den folgenden Stunden und Tagen teilte sie unzÀhlige BeitrÀge zum Thema.

Lili Reinhart zeigt UnverstÀndnis

"Mir wird schlecht von dem, was heute in El Paso passiert ist", twitterte "Riverdale"-Schauspielerin Lili Reinhart (22). Ihre Geduld mit der US-Politik scheint offenkundig aufgebraucht: "Ich kann nicht glauben, dass sowas in meinem Land passiert und niemand etwas dagegen unternimmt. Wer muss sterben, damit Gesetze sich Àndern?"

Aaron Paul plĂ€diert fĂŒr Liebe

"Breaking Bad"-Star Aaron Paul (39) trat mit einem Schrei nach Liebe an die Öffentlichkeit. Da es sich bei der Tat von El Paso vermutlich um ein rassistisch motiviertes Hassmotiv handelte (der TĂ€ter veröffentlichte ein Art Manifest), spricht sich Paul fĂŒr Liebe statt Hass aus. "BITTE BEI ALLER LIEBE... LIEBT EUCH EINFACH GEGENSEITIG", twitterte er.

Blink 182 sagten Konzert ab

WĂ€hrend der Bluttat in El Paso teilte "Blink-182"-SĂ€nger und Bassist Mark Hoppus (47) seinen Followern auf Twitter mit, dass die Rockband sich in ihrem Hotel verschanzt habe. Die Band sollte eigentlich ein Konzert dort spielen, dass sie spĂ€ter absagten. "Nach der heutigen schrecklichen Tragödie in El Paso verschieben wir unsere Show (...) aus SolidaritĂ€t mit der Gemeinde. (...) Wir senden unsere Liebe an die gesamte Community von El Paso", hieß es auf dem Twitter-Account der Band.

Eine "zerbrochene Nation"

Auch "Frozen"-Star Josh Gad (38) teilte seine Anteilnahme mit den Bewohnern der Stadt. In seinem Tweet spricht er von Wahnsinn und unausweichlichem Terror, der durch die immer wiederkehrende Waffengewalt verursacht wird.

Die USA seien eine "zerbrochene Nation", gefangen in ihrer eigenen Unwilligkeit: "Mein Herz bricht fĂŒr El Paso. Der Wahnsinn hört nie auf. Es ist alles zu viel. In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es keinen Ort, der vor dem Terror der Waffengewalt sicher ist. Wir sind eine zerbrochene Nation, gefangen in der Dunkelheit unserer Unwilligkeit, uns zu fragen, warum das so ist."

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