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Schauspielerin Christine Kaufmann ist tot. Wie ihr Management mitteilte, ist die 72-Jährige in der Nacht auf Dienstag verstorben.

„Tief erschüttert und voller Trauer müssen wir Abschied nehmen von unserer geliebten Christine Kaufmann, unserer Freundin und beruflichen Partnerin. Sie war eine einzigartige und wundervolle Frau, ein äußerst warmherziger Mensch mit einer alterslosen Lebenslust. Ihre unzähligen Lebensweisheiten, ihre poetische Art und ihre grenzenlose Toleranz und Liebe für Menschen machen sie unvergessen.“

Künstliches Koma

Erst vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Schauspielerin in Lebensgefahr schwebt: Nachdem sie in ihrem Haus zusammengebrochen war, erhielt sie im Krankenhaus die Schocknachricht: Blutkrebs. Eigentlich war sie von einer verschleppten Grippe ausgegangen. Kaufmann wurde daraufhin in einer Münchner Klinik ins künstliche Koma versetzt.

Das Management von Kaufmann bestätigte die schlechte Nachricht am Freitag, zeigte sich zunächst aber zuversichtlich, was die Genesung angeht. Ihre zwei Töchter Allegra und Alexa sowie ihre Enkelkinder weilten an ihrem Krankenbett:

"Ich stehe völlig unter Schock. Mit meiner Mami sieht es leider sehr schlecht aus. Die Ärzte haben gesagt, meine Mami hat Leukämie und eine Sepsis. Wir können nur beten, dass sie es packt", hatte Tochter Allegra (50) am Samstag noch völlig verzweifelt der Münchner Abendzeitung erzählt.

Auch ihr Bruder Günther Kaufmann (73) war nach Bild-Informationen vor Ort. Offenbar verschlechterte sich der Zustand der Schauspielerin aber zusehends.

"Es wurde nochmal eine Chemotherapie gemacht, dann ist ihr Kreislauf zusammengebrochen. Seither ist sie nicht mehr aufgewacht", erzählte Kaufmanns ältester Freund Diether Baron von Engel-Erlenbach am Dienstag dem Sender RTL. "Es gibt keine Hoffnung mehr. Einfach schrecklich. Ich kann es nicht glauben."

Ein Leben vor der Kamera

Christine Kaufmann hatte schon als Kind vor der Kamera gestanden: Als Neunjährige eroberte sie 1954 in dem Film "Rosen-Resli" unter der Regie von Harald Reinl die Herzen der Kino-Zuschauer. Für ihr Hollywooddebüt in "Stadt ohne Mitleid" (1961) erhielt sie einen Golden Globe. Darin spielte Kaufmann an der Seite von Kirk Douglas ein Kleinstadtmädchen, das Opfer einer Vergewaltigung wird.

Sationen ihrer Karriere: Leben in Bildern