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11/04/2020

Caroline von Monaco: Kritische Worte über ihre Mutter Grace Kelly

Caroline stand zum Zeitpunkt ihrer Geburt auf Platz eins der Thronfolge, den sie jedoch mit der Geburt ihres Bruders Albert verlor.

Während die ehemalige US-Schauspielerin Herzogin Meghan von der britischen Presse schon oft Kritik dafür einstecken musste, dass sie auch nach ihrer Hochzeit mit Prinz Harry berufliche Unabhängigkeit anstrebt, war es für Frauen, die in Adelshäuser einheiraten, bisher eher üblich, ihre eigenen Karrierepläne auf Eis zu legen. Ihre Tätigkeit als Schauspielerin hatte Meghan zwar vor ihrer Hochzeit mit Harry an den Nagel gehängt - was ihr immer wieder Vergleiche mit dem einstigen Filmstar Grace Kelly eingebrachte.

Die Oscar-Preisträgerin hatte 1956 ihre Arbeit als Filmschauspielerin beendet, bevor sie Fürst Rainer II. von Monaco heiratete, den sie ein Jahr zuvor bei den Filmfestspielen von Cannes kennengelernt hatte. In Sachen Feminismus hätten die beiden Frauen aber wohl nicht unterschiedlichere Meinungen haben können, wie nun eine Aussage von Grace Kellys Tochter Caroline von Monaco vermuten lässt.

Caroline von Monaco: Nachdenkliche Worte über Mutter Grace Kelly

Caroline Louise Marguerite, die Prinzessin von Hannover und Monaco, wuchs als Tochter von Fürst Rainier III. von Monaco und Fürstin Gracia Patricia mit vielen Privilegien auf. Caroline stand zum Zeitpunkt ihrer Geburt auf Platz eins der Thronfolge, den sie jedoch mit der Geburt ihres Bruders Albert ein Jahr später aufgrund der monegassischen Thronfolge verlor.

Nach dem Tod ihres Vaters Rainier III. und der Thronbesteigung ihres Bruders Albert im Jahr 2005 war Caroline erneut die nächste Anwärterin auf den monegassischen Thron und trug den Titel "Erbprinzessin". Doch auch diesen verlor sie durch die Geburt der Zwillingskinder Fürst Alberts im Dezember 2014. Seitdem steht sie auf Platz drei der Thronfolge.

Im gemeinsamen Interview mit ihrer Tochter Charlotte Casiraghi für das französische Magazin Madame Figaro sprach die 63-Jährige nun über ihr Leben als Fürstentochter. Dabei fand Caroline von Monaco auch nachdenkliche Worte über ihre Mutter Gracia Patricia, welche die schulischen Ambitionen ihrer Tochter nicht gerade zu fördern schien.

"Ich gehöre zu einer Generation, für die das (Anm.: der Feminismus) eine lebhafte Diskussion war. Dennoch erinnere ich mich, wie meine Mutter zu mir in guter Absicht sagte: 'Du musst nicht zur Schule gehen.'", erinnert sich Prinzessin Caroline.

Dennoch wollte Caroline von Monaco unbedingt studieren. Sie besuchte zunächst die "Dames de St. Maur"-Schule in Monaco, um dann sowohl in England als auch in Frankreich die Matura abzulegen. Gleich vier Fächer studierte sie ab 1977 an der berühmten Pariser Sorbonne - Politik, Philosophie, Biologie und Psychologie. Ohne allerdings einen Abschluss zu machen.

Ihr fürstlicher Status brachte der Schwester von Fürst Albert II. von Monaco nicht nur Vorteie ein, wie sie nun verrät. In ihrer Ausbildung musste sie sich mehr als andere behaupten.

"Ich erinnere mich auch an einen Universitätsprofessor, der mir mit unglaublicher Grausamkeit sagte: 'Sie nehmen einem Studenten, der es verdient hat, den Platz weg.'", so Caroline von Monaco. Ständig habe sie zudem das Gefühl gehabt, mit männlichen Mitschülern konkurrieren zu müssen. "Ich wollte besser als sie sein, in der Schule oder im Sport", gibt Caroline zu.

Auch für ihre Tochter Charlotte Casiraghi aus ihrer Ehe mit dem 1990 verstorbenen Unternehmer und Rennbootfahrer Stefano Casiraghi ist Feminismus nach wie vor ein wichtiges Thema.

"Eine Frau zu sein und deine Individualität zum Ausdruck bringen zu wollen, ist ein Kampf, egal, in welcher Position zu bist. Es ist ein Kampf, kein Krieg, aber es ist keine einfache Sache", sagt die zweifache Mutter über die Herausforderungen, mit denen sie sich als Frau konfrontiert sieht. "Unter dem Deckmantel, dass Frauen sich emanzipiert haben, dass sie eine Karriere und Kinder haben können, während sie begehrenswert bleiben, sehen wir immer weniger den Teil der Aufopferung als Frau", so Carolines Tochter.

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