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10/04/2020

Stephanie von Monaco gibt kontroverses Interview

Stephanie von Monaco hat sich in einem seltenen Interview gegen Frankreichs Verbot von Wildtieren im Zirkus und gegen Veganismus ausgesprochen.

Mit einem Interview, das Stephanie von Monaco der monegassischen Zeitung Monaco Matin gegeben hat, hat sich die Schwester von Fürst Albert II. viel Gegenwind eingehandelt. Der Grund sind ihre zum Teil kontroversen Ansichten zu Zirkustieren und Veganismus. 

Sie selbst gilt als großer Zirkusfan. Schon als Kind hatte Stephanie ihre Liebe zum Zirkus entdeckt. Bereits im Alter neun Jahren saß sie zum ersten Mal in der Kinderjury des Internationalen Zirkusfestivals von Monte-Carlo, das 1974 von Ihrem Vater Fürst Rainier III. von Monaco gegründet wurde. Schon bald wurde sie von ihrem Vater zur Vize-Präsidentin des Festivals ernannt. Nach dem Tod von Prinz Rainier III. übernahm Stephanie, die in der Vergangenheit außerdem mit dem Schweizer Zirkusdirektor Franco Knie liiert war, 2005 die Präsidentschaft des Zirkus-Festivals von Monaco.

Stephanie von Monaco spricht sich gegen Tierverbot im Zirkus aus

Nun wurde Stephanie von Monaco zu Frankreichs Verbot von (Wild-)tieren im Zirkus befragt - zu dem sich die 55-Jährige äußerst kritisch äußerte. 

"Es ist der traditionelle Zirkus. Der Zirkus, der Teil unserer kulturellen Traditionen ist", verteidigte sie das Vorkommen von Tieren in der Manege. "Vereinigungen, die behaupten, Tiere zu schützen, denken, dass diese immer noch aus der Wildnis stammen, wenn dies nicht wahr ist. Sie wurden in Gefangenschaft geboren."

Vor allem würde ihr ein Verbot gegen Wildtiere im Zirkus nicht einleuchten, solange noch immer Tiere zum Schlachten aufgezogen werden und solange es noch Pferderennen gibt.

Zirkustiere seien den Kontakt zu Menschen gewöhnt und würden wie "Familienmitglieder" behandelt werden. "Sie werden nicht ausgebildet oder missbraucht, sie werden nur geliebt, gefüttert und verwöhnt."

"Vielleicht werden einige von ihnen missbraucht. Aber wir dürfen nicht verallgemeinern", warnt Stephanie vor Vorurteilen gegenüber die Zirkusbranche. Dennoch stelle sich für sie die Frage: "Wenn ein Restaurant faule Garnelen serviert, sollten diese an jedem Tisch in der Stadt von der Speisekarte gestrichen werden?"

Natürlich würde sie Tierquälerei nicht gutheißen. Wildtiere würden heute aber wesentlich besser behandelt werden, im Vergleich zu früher. Löwen würden ja ohnehin zwanzig Stunden am Tag schlafen und in der natürlichen Umgebung wesentlich gestresster sein, ist sich die Tochter von Fürst Rainer III. und Gracia Patricia sicher.

Sie selbst bezeichnet sich zwar als Tierliebhaberin - vor allem Elefanten haben es ihr angetan - vegan würde sie niemals werden.

"Wir haben alle das Recht, das, was wir wollen, auf unseren Teller zu legen. Es macht uns nicht zu schlechten Leuten", verteidigt sie ihren Fleischkonsum. Sie selbst esse gerne ein gutes Stück Steak und würde andere ja auch nicht daran hindern, Sojabohnen zu konsumieren.

Dass vielleicht nicht alle ihrer Meinung sind, dessen ist sich Stephanie bewusst, dennoch macht sie ihren Standpunkt deutlich klar: "Ich versuche nicht, jemandem meine Denkweise aufzuzwingen. Ich werde niemals vegan sein, sorry, es ist meine Wahl. Ich möchte Wollpullover tragen, die warm halten, und Lederschuhe, die verhindern, dass meine Füße nass werden."

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