Bruder von Spacey: "Unser Vater war Vergewaltiger"

Actor Kevin Spacey applauds as he attends the men'
Foto: Reuters/TIM WIMBORNE Kevin Spacey

Nach dem Belästigungsvorwurf gegen Kevin Spacey, erzählt sein Bruder Randall Fowler vom extrem sadistischen Vater.

Nur kurz nachdem Hollywoodstar Kevin Spacey (58) von Anthony Rapp (46) beschuldigt wurde, ihn im Jahr 1989 sexuell belästigt zu haben und sich dieser nach einer Entschuldigung auch gleich outete, schwul zu sein ( mehr dazu ), erzählt nun Spaceys Bruder Randall Fowler über die schlimme Kindheit der beiden.

Randall Fowler (62) ist der ältere Bruder von Kevin - der Musiker arbeitet als Rod Stewart Double. In der Daily Mail schilderte er nun, wie brutal und finster die Jugendjahre in der Familie waren. Vater Thomas Fowler habe die zwei Söhne und die Tochter terrorisiert, er sei ein Sadist gewesen. Die Mutter habe die ganzen Züchtigungen zugelassen und nichts unternommen, kritisiert Randall.

Vater kam in sein Bett

An ihm habe sich sein Vater auch sexuell vergangen: "Als ich zwölf war, hat mich mein Vater zum ersten Mal vergewaltigt. Die nächsten vier Jahre wurde der Sex immer härter und gewalttätiger."

kevin-spaceys-bruder-randall-fowler-packt-aus-vom-nazi-vater-als-kind-missbraucht.jpg Foto: facebook

Sein vier Jahre jüngerer Bruder Kevin und seine Schwester Julie wurden körperlich und verbal misshandelt, aber nicht sexuell missbraucht, so Randall. Er habe seinem Vater gedroht: "Ich sage alles Mama, wenn du ihn (Kevin) jemals anfasst."

Außerdem sei Thomas Fowler ein bekennender Neonazi gewesen, der mit Schnurrbart und Frisur sogar versuchte, wie Adolf Hitler auszusehen. Er hasste Juden und machte keinen Hehl daraus, ein Rassist zu sein, erzählt Randall der Daily Mail. "Unser Zuhause war so düster. Es war schrecklich. Kevin hat versucht, dem Ganzen zu entfliehen."

Spacey - "leere Hülle"

Kevin habe sich durch die Schauspielerei dann tatsächlich in eine andere Welt geflüchtet, er sei zu einer "leeren Hülle ohne Gefühle" geworden, so der Musiker, der heute keinen Kontakt mehr zu Spacey pflegt. Kinder wollte Randall nie, weil er Angst hatte, dass sie das "sexuelle Tätergen" von ihrem Großvater erben könnten.

Angst vor Reaktionen: Späte Coming-outs von Promis

Im Jahr 2000 hat er noch dementiert, homosexuell zu sein.  Jetzt hatte Oscarpreisträger Kevin Spacey doch noch sein Coming-out, nachdem ihm vorgeworfen wurde, dass er Anthony Rapp im Jahr 1989 sexuell belästigt haben soll. (mehr dazu). Warum Spacey so lange mit seinem Geständnis gewartet hat, werden manche Promis nur zu gut verstehen. Die Angst, keine Jobs mehr zu bekommen und Fans zu vergraulen, spiele bei späten Coming-outs eine große Rolle, so Betroffene. Latino-Sänger Ricky Martin (45) erklärte kurz nach seinem Outing im Jahr 2010 sogar: "Ich habe Menschen gemobbt, weil sie schwul waren." Heute  ist er mit Jwan Yosef (33) verheiratet und fühlt sich endlich frei. Zwei Kinder hat er mittels Leihmutter bekommen. Von Kindheit an habe er aber gesagt bekommen, dass es falsch ist, schwul zu sein, so Martin über die lange Geheimhaltung. Ihre Homosexualität noch länger versteckt hat Holland Taylor (74, re.). Erst 2015 erklärte sie, dass sie ihre um 32 Jahre jüngere Kollegin Sarah Paulson (42, li.) liebt. Kurz zuvor wurde sie auch  in der Serie "Two and a Half Men" von der eiskalten Männer-Jägerin zur Lesbe. "Es ist die wunderbarste und außergewöhnlichste Sache, die mir in meinem Leben passieren konnte", schwärmt sie von Paulson. Holland hat erklärt, in der Vergangenheit nur Beziehungen zu Frauen gehabt zu haben - allerdings streng geheim. Auch "X-Men"–Star Ian McKellen (78) outete sich relativ spät im Jahr 1988 im Alter von 50. Seither tritt er öffentlich für die Rechte von Homosexuellen ein. Sängerin Melissa Etheridge erklärte Mitte Dreißig, lesbisch zu sein. 1989 gab es bereits Gerüchte, wonach sie mit Produzentin Julie Cypher liiert sei. 1992 wollte sie ihre Liebe nicht mehr leugnen und outete sich.
  Etheridge hat mit Cypher zwei Kinder dank der Samenspende von Musiker David Crosby. Danach gab es noch Zwillinge mit ihrer Ex Tammy Lynn Michaels. Heute ist sie mit Serien-Autorin und Produzentin Linda Wallem verheiratet. Joel Grey aus dem Hit "Cabaret" musste sogar 82 Jahren alt werden, um sich zu outen: "Ich mag keine Schubladen, aber wenn sie eine haben wollen: Ich bin ein schwuler Mann." Sänger Barry Manilow heiratete seinen Manager Garry Kief im Jahr 2015. Erst zu diesem Zeitpunkt erklärte Manilow erstmals, schwul zu sein.
  Polit-Talkerin Anne Will sah sich 2007 mehr oder weniger gezwungen, sich als lesbisch zu outen. Klatschmagazine schnüffelten in ihrem Privatleben herum bis sie selbst erklärte, dass sie mit Journalistin Miriam Meckel zusammen ist.


  Seither hat Will nicht mehr über ihre Liebe zu Meckel gesprochen. Die beiden sind mittlerweile mehr als 15 Jahre liiert. Lance Bass (li.) war Mitglied der Boyband N'Sync und galt als Teenieschwarm. Geoutet hat er sich erst 2006 als sich die Band getrennt hat. Der Grund für das Zuwarten: "Ich war damals in einer berühmten Boyband und hatte die Karriere von vier weiteren Männern in meiner Hand." Seine Familie hat nicht besonders positiv auf die Neuigkeit reagiert, wie er zugibt: Sein Vater war besorgt über mögliche Geschlechtskrankheiten, seine Schwester weinte, seine Mutter brach zusammen. Bild: Bass mit Ehemann Michael Turchin

 

(kurier / mich) Erstellt am
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