Sharon Stone packt über Opernball aus: "Verrückter Abend"
Während Fran "Nanny" Drescher den Wiener Opernball sichtlich genoss und aus dem Strahlen nicht herauskam – auf Instagram teilte sie bereits mehrere Fotos des Events und ihres Wien-Besuchs – verlief der Abend für ihre Hollywood-Kollegin Sharon Stone weniger reibungslos.
Die 67-Jährige sorgte für internationale Schlagzeilen, als sie kurz nach der Ankunft in der Staatsoper im ORF-Interview in Tränen ausbrach, gleichzeitig aber sichtlich gerührt begann, über ein "Meer von Eleganz", "kulturellen Stolz" und die "Liebe zu den Mitmenschen" zu schwärmen. Auch sprach sie davon, "überwältigt" von der Atmosphäre und der Kulisse zu sein, die ihr "den Atem raube", und überhaupt sei sie "sprachlos". Zahlreiche Medien deuteten Stones Reaktion als Panikattacke.
Andi Knoll interviewt Stone beim Opernball
Sie zog sich daraufhin kurz ins Hotel Sacher zurück, wo sie während ihres Wien-Besuchs residierte, kehrte danach aber zum Opernball zurück. Aber auch in der Loge ihres Gastgebers, Schaumrollenkönig Karl Guschlbauer, machte die Schauspielerin noch einen etwas überforderten Eindruck.
Nun aber meldete sich Stone selbst zum Vorfall zu Wort. Im Interview mit der deutschen Zeitung Bild nahm sie sich kein Blatt vor den Mund und erzählte, wie sie den Abend in der Staatsoper erlebte.
"Ich dachte, ich könnte hier tanzen"
"Ich bin ganz ehrlich", so Stone gegenüber der Bild. "Das war ein verrückter Abend." Sie sei mit vollkommen anderen Erwartungen an den Opernball herangegangen, gibt sie zu. "Ich dachte, ich könnte hier tanzen. Aber das war wohl eine etwas zu märchenhafte Vorstellung." Die große Menschenmasse habe sie überfordert – und Stone erklärt auch, wieso: "In den USA sind wir diese dichten Menschenmengen einfach nicht gewohnt." Was innerlich in ihr vorgehe, darüber wollte sie nicht sprechen, auf die Frage zu ihren Gefühlen reagierte sie abwehrend: "Das ist die falsche Frage, stellen Sie mir eine andere."
Trotzdem scheint der Opernball nicht gänzlich ein Flop für Stone gewesen zu sein, denn im Interview fand sie auch lobende Worte: "Ich finde diesen Ball ganz toll und genieße es, zu sehen, wie viel Spaß die Menschen hier haben."
Stones Fazit ist ein versöhnliches: "Es ist wunderschön hier. Es erinnert mich an die alten Technicolor‑Filme, die ich als Kind gesehen habe. Diese Fantasie, diese Romantik!", wird die Schauspielerin in einer Presseaussendung zitiert. "Und manchmal schwingt sogar ein Hauch von Hitchcock mit. Das ist wie ein Thriller, wo an nie genau weiß, was als Nächstes passiert. Es ist so, als wäre ich plötzlich selbst in einem dieser Filme gelandet, in denen die feinen Leute an geheimnisvolle Orte reisen, wo Intrigen, Eleganz und Romantik ineinander übergehen."
Doppelt süß: ORF-Moderator Andi Knoll servierte dem Hollywood-Star dunkle Schokolade als Nervennahrung.
Stone und Guschelbauer
Guschlbauer: "Wahre Schönheit berührt das Herz"
Auch Stones Gastgeber Guschlbauer betont, dass "sein" Star den Abend genossen habe und beschwichtigte sogleich aufkeimende Spekulationen rund um Stones Gesundheitszustand: "Wahre Schönheit berührt das Herz. Wenn ein Gast wie Sharon Stone vor lauter Überwältigung Freudentränen vergießt, zeigt das nur, wie magisch dieser Abend ist", so Guschlbauer über die überbordenden Emotionen Stones. "Es ist völlig verständlich, dass man sich nach solchen Emotionen kurz ins Hotel zurückzieht, um sich frisch zu machen und dann in vollem Glanz zurückzukehren."
Apropos tanzen am Opernball: Auch Fran Drescher verzichtete darauf, sich aufs Parkett zu wagen, und verbrachte den gesamten Abend lang lieber in der Lugner-Loge – das sei einfacher, ansonsten würden alle ein Selfie mit ihr wollen, gab sie lachend im Interview mit Radio Wien an. Schon bei ihrem Auftritt in der Lugner City am Tag davor sprach Drescher davon, dass sie Menschenmassen nicht möge und diese sie nervös machen würden – woraufhin ein wissendes Raunen durch das Publikum ging.
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