Fran Drescher liebt Schnitzel - und will "im Anzug zum Opernball"
Unter dem Motto "Gemma Nanny schauen" versammelten sich viele Fans von "The Nanny"-Star Fran Drescher in der Lugner City. Bevor der Hollywood-Star morgen, Donnerstag, auf dem Wiener Opernball als Begleitung von Jacqueline Lugner tanzen wird, trat sie dort noch auf und beantwortete Fragen. Beim Opernball wolle sie Anzug tragen, kündigte sie an.
Die Location war bis obenhin gefüllt - und begrüßte den Star mit Riesenjubel (die Deutschmeister spielten die "Nanny"-Titelmelodie). Die würdigte zuerst einmal ihre Gastgeberin: Jacqueline Lugner sei "eine Frau ganz nach meinem Geschmack", sagte Drescher. "Sie ist eine Alpha-Frau, sie weiß, was sie tut. Die ganze Lugner-Firma kann froh sein, sie in einer Führungsposition zu haben. Es ist wichtig, weibliche Führungskräfte zu unterstützen".
Die Angesprochene freute sich, dass Drescher ihrer Einladung gefolgt ist.
Ihren Wien-Aufenthalt nützte Drescher bisher, um das Belvedere, das Schwarze Kameel und das Musical "Phantom der Oper" zu besuchen. Und offenbar auch zum Essen: "I love Schnitzel", rief Drescher.
Aber es gab auch ernste Themen. Drescher sprach über den Hollywood-Streik 2023, wo sie federführend auf Seiten der Schauspielgewerkschaft tätig waren. "Die dachten: Das ist ja nur die Nanny. Das wird gleich vorbei sein. Aber ich habe mich behauptet. Die wollten mich abkanzeln, weil ich eine weibliche Führungskraft war. Sie wollten es so darstellen, als wüsste ich nicht, was ich tue. Aber ich weiß, was ich tue!"
Die Rolle der "Nanny" liebe sie bis heute, sagte Drescher: "Es war ein Riesenspaß!" Ihr Exmann Peter Marc Jacobson und sie schrieben derzeit sogar an einem "Nanny"-Musical, sagte sie vor lautem Jubel. Die beiden hatten zuerst Abstand gebraucht. "Aber dann wurde bei mir Krebs diagnostiziert - und das hat all die Probleme wegschmelzen lassen". Sie seien in Liebe und Freundschaft verbunden. Manchmal gebe es besser Wege als die Ehe, Liebe füreinander auszudrücken. "Man kann als Freunde diese Liebe finden ohne die Erwartungen, die man an Partner hat."
Auch "Freunde mit gewissen Vorzügen" habe sie gerne. Sie sei aber auch gerne alleine. "Ich liebe es, ich zu sein! Da muss man nichts vortäuschen. Oder niemanden beeindrucken. Ich bin, wie ich bin, und ich liebe mich."
Auf den Opernball freue sie sich sehr: "Ich will sehen, was alle anhaben", sagte Drescher. "Es schaut so schön aus, wenn die Debütantinnen ganz in Weiß tanzen. Es ist so ein schönes Opernhaus, dass es wundervoll wird." Ein Wunsch wird wohl eher nicht in Erfüllung gehen - "dass es morgen nicht zu voll wird", wünschte sie sich zum Opernball.
Unter den Schaulustigen auch Sängerin Dorretta Carter - "ein totaler Fran-Drescher-Fan", wie sie dem KURIER sagte, die schon 2009 "acht oder neun Stunden" mit dem TV-Star verbracht hat, im Flugzeug rund um den Life Ball. "Sie ist so normal, witzig, charmant, höflich."
Persönliche Autogramme schrieb sie aber nicht, es wurden lediglich Autogrammkarten verteilt. Dafür entschuldigte sie sich - sie wollte, "dass jeder ein Autogramm bekommt".
Kommentare