Attila Dogudan und Niki Lauda

© RGE-Press/Eckharter/Eckharter Rainer

Stars Austropromis
05/17/2020

Attila Dogudan über Niki Lauda: "Werde seine Nummer nie löschen"

Gastronom Attila Dogudan war ein enger Freund von Formel-1-Legende Niki Lauda. Jetzt sprach er über dessen letzte Tage.

von Lisa Trompisch

Am kommenden Mittwoch jährt sich der Todestag von "Niki Nationale" zum ersten Mal. Österreichs dreifacher Formel-1-Weltmeister ist am 20. Mai 2019 - nur sechs Monate nach seiner Lungentransplantation - im 71. Lebensjahr gestorben.

Do&Co-Gastronom Attila Dogudan erinnerte sich Sonntagvormittag im Ö3-"Frühstück bei mir"-Interview wehmütig an seinen guten Freund Niki Lauda.

Beim Begräbnis flossen auch bei ihm bittere Tränen. "Wenn man einen Menschen so lange kennt, der einen so beeinflusst hat, wenn man so viel Zeit zusammen verbracht hat, dann ist es besonders hart. Die Beziehung zu ihm ist nicht so, dass er weg wäre, sondern, dass er grad nicht da ist", erzählt Dogudan.

„Ich denke täglich an ihn.“

Er werde auch sicher niemals Laudas Telefonnummer aus seinem Handy löschen. "Er hatte viele Ecken und Kanten, aber in seinem Herzen war er ein unglaublicher Mensch."

Er hat mit ihm natürlich auch über den Tod gesprochen. "Sterben war für ihn wie ein technisches Abstellen des Motors. Wenn es passiert, dann passiert's. Punkt", so Dogudan. "Natürlich hat er darüber nachgedacht und gewusst, die Chancen stehen jetzt schlechter."

Der Szene-Gastronom verbrachte die letzten Tage an Laudas Seite. Und die Formel-1-Legende dachte da das erste Mal in seinem Leben ans Aufgeben. "Das letzte Gespräch war schon in einer verzweifelten Ebene, wo er schon auf dem Punkt war, jetzt gebe ich auf. Das war für ihn schon sehr ungewöhnlich, dass wir ihm Mut zusprechen mussten", so Dogudan.

"Er, der sein ganzes Leben uns Mut zugesprochen hat. Wenn jemand wie er dann sagte: 'Ich kann nicht mehr', dann ist das schon hart. Die letzten paar Tage war klar, dass das jetzt ein größeres Problem wird, weil es einfach für den ganzen Körper zu viel war. Und auch dann glaubst du noch an ein Wunder."

Auch der ehemalige Formel-1-Fahrer Gerhard Berger denkt oft an Niki Lauda. Er hat noch immer das Sterbekärtchen von Laudas Verabschiedung auf seinem Schreibtisch stehen.

"So sehe ich ihn praktisch jeden Tag. Es ist, als ob es erst gestern gewesen wäre. Niki ist immer noch stark vorhanden. Eigentlich ist er noch mitten unter uns."