© Getty Images / Alberto E. Rodriguez / Freier Fotograf

Stars
09/12/2020

11 Stars, von denen niemand mitbekommen hat, dass sie längst tot sind

US-Schauspieler Tony Burton, der in allen sechs "Rocky"-Filmen den Boxtrainer und Manager Tony "Duke" Evers gespielt hat, starb 2016.

Omar Sharif, James Avery oder Tony Burton: Sie alle waren große Schauspieler und wurden durch ikonische Rollen weltberühmt. Durch diese werden sie sprichwortlich ewig leben - auch wenn sie im realen Leben längst von uns gegangen sind.

11 Stars, von denen man eventuell verpasst hat, dass sie starben

Omar Sharif

Der mit der Boris-Pasternak-Verfilmung "Doktor Schiwago" berühmt gewordene Schauspieler Omar Sharif starb 2015 im Alter von 83 Jahren in Kairo an einem Herzinfarkt, wie seine Agentur damals mitteilte. Erst kurz zuvor war bekannt geworden, dass Sharif an Alzheimer erkrankt war und sich in Ägypten in eine spezialisierte Betreuungseinrichtung zurückgezogen hatte.

Omar Sharif

Erstes internationales Aufsehen hatte der Ägypter Sharif, der mit bürgerlichem Namen Michel Chalhoub hieß, mit seiner Nebenrolle als Scheich in "Lawrence von Arabien" 1962 an der Seite von Peter O'Toole erregt. Den wirklichen Durchbruch feierte er dann drei Jahre später als herzensbrechender "Doktor Schiwago". Später war er neben Barbra Streisand in "Funny Girl" zu sehen und feierte 2003 mit "Herr Ibrahim und die Blumen des Koran" seinen letzten großen Kinoerfolg.

Tony Burton

Der US-Schauspieler Tony Burton, der in allen sechs "Rocky"-Filmen den Boxtrainer und Manager Tony "Duke" Evers gespielt hat, ist im Februar 2016 im Alter von 78 Jahren in Kalifornien gestorben. "Traurige Nachrichten", schrieb sein Schauspielkollege Carl Weathers beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Seine Intensität und sein Talent haben dazu beigetragen, die "Rocky"-Filme erfolgreich zu machen." Der ehemalige Boxer Burton spielte in den Filmen mit Sylvester Stallone den Trainer des Rocky-Rivalen Apollo Creed. Im Horrorfilm "The Shining" (1980) war der Schauspieler aus Flint (US-Bundesstaat Michigan) als Besitzer einer Tankstelle zu sehen. Außerdem hatte er kleinere Rollen in Serien wie "Ein Colt für alle Fälle", "Twin Peaks" und "Chicago Hope".

Robert "Rob" Knox (2. v.l.)

Der Schauspieler Robert "Rob" Knox starb 2008 18-jährig. Er wurde vor einer Bar in London erstochen. Vier seiner Freunde wurden während der Tat mit Messerstichen verletzt. Vorausgegangen war ein Streit um ein vermisstes Handy. Knox spielte in dem Film "Harry Potter und der Halbblut-Prinz" den Ravenclaw-Schüler Marcus Belby, der auf dieselbe Schule wie Harry Potter geht. Knox war Opfer des Angreifers geworden, weil er seinen jüngeren Bruder Jamie vor dem Messerstecher beschützen wollte. Augenzeugen hatten damals ausgesagt, dass Knox den Streit schlichten wollte, und dann von dem Angreifer attackiert worden war.

Kenny Baker

Der britische Schauspieler Kenny Baker, der in den meisten "Star-Wars"-Filmen den exzentrischen Roboter R2-D2-spielte, starb 2016 im Alter von 81 Jahren. Seine Nichte Abigail Shield teilte den britischen Medien damals mit, dass ihr Onkel Probleme mit seinen Lungen gehabt habe und seit längerer Zeit krank gewesen sei. Sein Tod sei nicht überraschend gekommen. "Er hat den Menschen viel Freude gegeben und wir werden die Tatsache feiern, dass er in der ganzen Welt geliebt wurde", sagte Shield der Zeitung "The Guardian". "Wir sind alle sehr stolz auf sein Lebenswerk." Der kleinwüchsige Baker spielte den stets pfeifenden und summenden Droiden R2-D2 im ersten "Star-Wars"-Film von 1977 sowie in den fünf weiteren Folgen. Auch im Abspann der im siebten "Star-Wars"-Episode wurde sein Name erwähnt, obwohl er den Roboter da schon nicht mehr selbst spielte.

Zsa Zsa Gabor

Die Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor starb am Sonntag im Dezember 2016 99-jährig in ihrer Villa in Los Angeles an Herzversagen. Die aus Ungarn stammende Schauspielerin war weniger für ihre Filme als für ihre vielen Ehen und Affären mit prominenten Männern bekannt. In den vergangenen Jahren hatte sie mit ihrem achten Ehemann, dem in Deutschland geborenen Frederic Prinz von Anhalt zusammengelebt. Die im Februar 1917 in Budapest geborene Gabor sei friedlich eingeschlafen, sagte von Anhalt. "Sie hatte keine Schmerzen, alles ging ganz schnell. Alles war in Ordnung und plötzlich wurden ihre Hände kalt." Er habe dann einen Krankenwagen gerufen. "Aber sie war nicht mehr zu retten. Sie haben alles versucht, ihr Herz wieder in Bewegung zu bringen, Beatmung alles und auch im Krankenhaus noch, aber das hat alles nichts mehr gebracht."

Zsa Zsa Gabor

Gabor war seit längerem bettlägerig und schwer krank. Nach einem Sturz aus dem Bett setzen ihr die Ärzte im Sommer 2010 eine neue Hüfte ein. Wegen einer Infektion wurde ihr später das rechte Bein teilweise amputiert. Gabor war in den 40er-Jahren nach Hollywood gezogen und galt als Männermagnet. Zu ihren prominenten Partnern gehörte Oscar-Preisträger George Sanders, der Hotelmagnat Conrad Hilton und der Unternehmer John W. Ryan, der als Schöpfer der Barbie-Puppe gilt. In den 50er-Jahren stand Gabor häufig vor der Kamera, darunter in Filmen wie "Moulin Rouge", "In den Krallen der Venus" und "Serenade einer großen Liebe". Auch ihre Schwestern Magda und Eva traten als Schauspielerinnen auf. Durch ihren extravaganten Lebensstil geriet Zsa Zsa immer wieder in die Schlagzeilen. Eine Ohrfeige für einen Verkehrspolizisten in Beverly Hills brachte die Diva 1989 drei Tage hinter Gitter. Mit der Schauspielerin Elke Sommer stritt sie sich vor Gericht, ebenso mit ihrer einzigen Tochter, Francesca Hilton, die sie wegen angeblichen Betrugs auf Schadenersatz verklagte.

Christopher Reeve

Christopher Reeve schien jahrzehntelang vom Schicksal begünstigt. Sein blendendes Aussehen war mit Intellekt und großem Schauspieltalent gepaart. Als "Superman" verkörperte er im Kino den unbesiegbaren Helden. Im eigenen Leben wuchs Reeve noch über die Filmrolle hinaus. Nachdem er bei einem Reitunfall 1995 vom Hals bis in die Zehenspitzen alle Bewegungsfähigkeit verloren hatte, machte er sich zum Fürsprecher der Querschnittsgelähmten. Am 10. Oktober 2004 erlag er einem Herzstillstand.

James Avery

Der US-Schauspieler James Avery, bekannt geworden als TV-Onkel von Will Smith in der Erfolgsserie "Der Prinz von Bel-Air", starb am 31. Dezember 2013 im Alter von 65 Jahren aufgrund von Komplikationen bei einer Herzoperation. Der 1948 im US-Bundesstaat New Jersey geborene Avery hatte zunächst in der US-Armee gedient, bevor er Schauspieler geworden war. Mit der Erfolgsserie "Der Prinz von Bel-Air" feierte er in den 1990er Jahren als strenger, aber auch liebenswerter Onkel des heutigen Hollywood-Stars Will Smith seinen Durchbruch. Später spielte er in zahlreichen Filmen und Fernsehserien mit und arbeitete auch als Synchronsprecher für Zeichentrickserien. Erst im Herbst hatte er seinen letzten Film "Wish I Was Here" abgedreht.

Michael Clarke Duncan

Fast zwei Meter groß, über 140 Kilogramm schwer. Eine ärmliche Jugend in Chicagos Schwarzenviertel. Jobs als Bauarbeiter, Rausschmeißer und Bodyguard. Das hielt Michael Clarke Duncan nicht davon ab, von einer Karriere in Hollywood zu träumen. Mit einer Oscar-Nominierung für seine berührende Darstellung eines zum Tode verurteilten Häftlings in "The Green Mile" wurde Duncans Traum im Jahr 2000 wahr. 2012 musste sich Hollywood und die ganze Welt vom Leinwandhünen verabscheiden. Der 54 Jahre alte Schauspieler war in einem Krankenhaus in Los Angeles an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

James Rebhorn

Der beliebte Film- und Fernsehdarsteller James Rebhorn starb 2014 im Alter von 65 Jahren nach längerer Krankheit. Medienberichten zufolge hatte er Hautkrebs. Rebhorn war besonders als Charakterdarsteller geschätzt und trat in gut hundert Filmen, Fernsehserien und Theaterstücken auf. Zu seinen bekanntesten Filmen zählten "Basic Instinct", "Der Duft der Frauen", "Lorenzos Öl" und das Sci-Fi-Drama "Independence Day". Zuletzt war er in acht Episoden der Politkrimiserie "Homeland" zu sehen. Deren Regisseur, der gebürtige Deutsche Roland Emmerich, bedauerte Rebhorns Tod in einer Twitter-Nachricht: "So ein großes Talent und immer ein angenehmer Mitspieler."

Lee Thompson Young

Der US-amerikanische Schauspieler Lee Thompson Young, der in TV-Serien wie "Rizzoli & Isles" und "Scrubs - Die Anfänger" mitspielte, starb 2013. Er habe sich das Leben genommen, teilte sein Sprecher dem Internetportal "TMZ.com" mit. Young war schon als Teenager durch die Disney-Serie "The Famous Jett Jackson" bekannt geworden. Er trat in zahlreichen TV-Serien auf, darunter in der Krankenhaus-Komödie "Scrubs - Die Anfänger" und als Detektiv in der Krimiserie "Rizzoli & Isles". Er stand auch mehrere Male vor der Filmkamera, etwa in den Filmen "Johnny Tsunami - Der Wellenreiter" (1999), "Redemption - Früchte des Zorns" (2004) und "The Hills Have Eyes 2" (2007).

Harold Ramis

Harold Ramis, Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Erfinder einiger der erfolgreichsten Komödien der Kinogeschichte, starb 2014 in seinem Haus bei Chicago. Ramis wurde 69 Jahre alt. Angefangen hatte der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie als Witzredakteur für den "Playboy" und als Pfleger in einer Nervenheilanstalt. "Das hat mich gut darauf vorbereitet, mit den Schauspielern in Hollywood zu arbeiten", sagte er einmal. Zuerst waren es Drehbücher. Der gerade 28-Jährige John Landis ("Blues Brothers") machte 1978 aus einem Skript von Ramis den Film "Ich glaub' mich tritt ein Pferd". Drei Jahre später durfte er auch selbst in einem Kinofilm mitspielen, "Ich glaub', mich knutscht ein Elch". An seiner Seite spielte Bill Murray und beide verband seitdem eine tiefe Freundschaft und eine kongeniale Partnerschaft. 1984 landen die beiden zusammen mit Dan Aykroyd den großen Coup: "Ghostbusters". Kultfilme schienen die Spezialität des Chicagoers zu sein. "Und täglich grüßt das Murmeltier" war es fast vom Erscheinungstag an.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.