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Sport Wintersport
12/16/2019

Wie es Österreichs Eishockey-Nachwuchs zur Sensation schaffte

Sportdirektor Roger Bader im Gespräch nach dem Aufstieg des U20-Teams zu den besten zehn Nationen der Welt.

von Peter Karlik

Österreichs Unter-20-Nationalteam hat es tatsächlich geschafft: Die von Marco Pewal, Philipp Pinter, Philipp Lukas und Jürgen Penker betreute Mannschaft gewann das letzte Spiel der WM 1A in Minsk mit 4:1 und hat das Turnier vor den Favoriten Weißrussland und Lettland gewonnen.

In der kommenden Saison spielen die Österreicher bei der A-WM der zehn besten Nationen der Welt. Diese wird in Edmonton und Red Deer gespielt. Österreichs Sportdirektor Roger Bader erklärt: „Das ist eine riesige Sache für Österreichs Eishockey. In Kanada hat die Junioren-WM einen viel höheren Stellenwert als die normale WM. Es werden bei den Top-Nationen alle großen Talente dabei sein. Da sagt niemand ab.“

EISHOCKEY: A-WM IN DÄNEMARK / GRUPPE A: PK BADER (AUT)

Der Schlüsselmoment für den erfolgreichen Turnierverlauf war für Bader das zweite Spiel. „Zum Auftakt haben wir gegen Weißrussland gut gespielt, und dennoch verloren. Dann waren wir gegen Norwegen nach nur vier Minuten 0:2 hinten. Die Mannschaft hat das gedreht und 5:2 gewonnen.“ Von da an sei das Team immer besser geworden. Nach dem zweiten Sieg gegen Dänemark glaubten die Spieler, dass auch mehr möglich sei als nur das Minimalziel Klassenerhalt.

Mit Benjamin Baumgartner stellte Österreich den überragenden Spieler des Turniers. Der 19-Jährige spielt seit sechs Jahren in der Schweiz und ist mittlerweile Stammspieler beim HC Davos. In Minsk kam er in fünf Partien auf fünf Tore und sechs Assists. Bader hob auch Tormann Alexander Schmidt hervor. "Er war sicher der beste Rückhalt bei der U20 seit David Kickert. Auch er hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert."

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Bestätigung für den Eishockey-Verband

So erfreulich der Aufstieg für Österreich ist, so sehr ist er auch eine Bestätigung für den Weg des österreichischen Verbandes. „Die jetzige U-20 ist die erste Mannschaft, die das Programm der letzten vier Jahre voll durchgemacht hat“, sagt Bader. „Die Spieler nehmen seit vier Jahren an Turnieren teil, bei denen sie von starken Gegnern gefordert werden. Jetzt erstarren sie nicht mehr vor Ehrfurcht, wenn sie bei einer WM auf diese Mannschaften treffen.“

Wer die Spiele in Minsk verfolgt hat, der konnte auch eine klare Handschrift erkennen. Die Mannschaft war eisläuferisch sehr stark, hat den Gegner bei Puckbesitz ständig unter Druck gesetzt, griff konsequent mit vier Blöcken an und blieb sehr diszipliniert. Genau so wie Bader auch mit dem Herren-Nationalteam spielen lassen will. Doch der Abstieg des Teams bei der A-WM in Bratislava durch die Niederlage im Penaltyschießen gegen Italien trübte die Bilanz von Österreichs Eishockey 2019.

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