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Sport Wintersport
01/01/2022

Krimi beim Neujahrsspringen: Kobayashi siegt mit 11 Zentimetern Vorsprung

Der Japaner lag 0,2 Punkte vor Markus Eisenbichler (GER) und baute die Gesamtführung aus. Jan Hörl wurde als bester ÖSV-Adler Fünfter

von Christoph Geiler

Ryoyu Kobayashi hat bei der 70. Vierschanzentournee die Lufthoheit. Nach dem Auftakterfolg in Oberstdorf gewann der Japaner auch das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen und fliegt dem zweiten Gesamtsieg entgegen. In der Saison 2018/'19 hatte der 25-Jährige schon einmal die Tournee für sich entschieden - damals gewann der Japaner als dritter Springer der Geschichte alle vier Bewerbe.

1. Ryoyu Kobayashi (JPN)                    593, 2 Punkte

2. Marius Lindvik (NOR)                        580,0

3. Kos Lovro (SLO)                                575, 5

4. Markus Eisenbichler (GER)               572,1

5. Halvor Egner Granerud (NOR)          563,4

6. Karl Geiger (GER)                             560,9

7. Robert Johansson (NOR)                  559,8

8. Stephan Leyhe (GER)                       530,5

9. Jan Hörl (AUT)                                   527,3

10. Daniel Huber (AUT)                         526,1

Bei seinem dritten Weltcupsieg in Serie ging's aber äußerst knapp her. Markus Eisenbichler segelte im zweiten Durchgang 143,5 Meter weit und durfte einige Augenblicke vom ersten deutschen Erfolg beim Neujahrsspringen seit zwei Jahrzehnten träumen. Kobayashi konterte bei verkürztem Anlauf mit 135,5 Metern und lag am Ende läppische 0,2 Punkte vor dem Deutschen - das sind umgerechnet elf Zentimeter.

Four Hills Tournament

Die Österreicher springen derweil weiter dem ersten Podestplatz bei der Vierschanzentournee seit Bischofshofen 2019 (3. Stefan Kraft) hinterher. In Abwesenheit von Kraft, der in der Quali gescheitert war, präsentierte sich Jan Hörl in starker Verfassung und zeigte mit dem fünften Rang auf.

Große Erleichterung

Der Pongauer hat den Fehlstart in Oberstdorf (Rang 17) besser weggesteckt als der dreifache Weltmeister und gab in Garmisch eine passende Antwort. "Ich verspüre eine Erleichterung", meinte Hörl, der 134 und 132 Meter weit gesprungen war. Der Sieger von Wisla war allerdings der einzige Österreicher in den Top 15 und ist als Neunter nun auch der beste ÖSV-Springer in der Gesamtwertung.

Daniel Huber wurde 16., Daniel Tschofenig landete auf dem 18. Platz, Philipp Aschenwald belegte Rang 27. Manuel Fettner und Ulrich Wohlgenannt konnten sich nicht für den Finaldurchgang qualifizieren.

Am Sonntag ist bei der Tournee ein Ruhetag, am Montag findet dann die Qualifikation für das Bergiselspringen in Innsbruck statt (13.30 Uhr).

Ergebnis, Neujahrsspringen in Garmisch

1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 291,2 (143/135,5)

2. Markus Eisenbichler (GER) 291 (141/143,5)

3. Lovro Kos (SLO) 286 (135,5/138)

4. Marius Lindvik (NOR) 283,7 (138/138)

5. Jan Hörl (AUT) 274,9 (134/132)

6. Yukiya Sato (JPN) 267,9 (132,5/130)

7. Karl Geiger (GER) 265 (130/127,5)

8. Halvor Egner Granerud (NOR) 264,2 (128/140,5)

9. Timi Zajc (SLO) 264,1 (137/127,5)

10. Stephan Leyhe (GER) 263,7 (128/136,5)

16. Daniel Huber (AUT) 257,1 (132/132)

18. Daniel Tschofenig (AUT) 255,6 (127/133)

27. Philipp Aschenwald (AUT) 244,7 (128/126,5)

 

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