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Sport Wintersport
09/26/2020

Skisprung-Star Simon Ammann zieht es in die Politik

Der vierfache Olympiasieger aus der Schweiz (39) tritt am Sonntag bei der Gemeinderatswahl in Wildhaus-Alt St. Johann an. Bis 2022 will er weiterspringen.

von Christoph Geiler

Simon Ammann hat schon während seiner Karriere die Weichen für die Zeit danach gestellt. Das Skispringen ist zwar immer noch die große Leidenschaft des vierfachen Olympiasiegers (Double 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver), doch abseits der Schanzen und neben dem Training ist der mittlerweile 39-jährige Schweizer höchst aktiv.

Wenn er nicht gerade trainiert, um seinen Traum von einer weiteren Olympia-Medaille 2022 in Peking zu erfüllen, ist Ammann Verwaltungsrat der Toggenburg Bergbahnen AG. Er besitzt ein Hotel, hat zusammen mit dem deutschen Ex-Springer Martin Schmitt eine Sportagentur gegründet und mit seinem Bruder schon vor Jahren eine Dachdeckerfirma übernommen.

Nun zieht es den Tausendsassa auch noch in die Politik. Simon Ammann stellt sich an diesem Sonntag bei den Gemeinderatswahlen in Wildhaus-Alt St. Johann zur Wahl.

Obwohl der 39-Jährige als Skisprung-Held in seiner Heimat hohe Beliebtheitswerte hat, ist seine Kandidatur nicht unumstritten. Das Verhältnis zwischen den Toggenburg Bergbahnen, denen Ammann als Aufsichtsrat vorsteht, und den Bergbahnen in Wildhaus, wo nun am Sonntag gewählt wird, ist ein kühles. Kritiker befürchten, dass er mit seiner Kandidatur vor allem wirtschaftliche Interessen verfolge.

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"Meine Interessen gehen die ganze Bevölkerung an, sämtliche Gruppen", sagte Ammann dazu dem Schweizer Blick. Der 39-Jährige tritt übrigens als parteifreier Kandidat an.

Simon Ammann ist einer der erfolgreichsten Skispringer der Geschichte. Neben seinen vier Olympiasiegen ist er auch Weltmeister, Weltcup-Gesamtsieger und hat auch schon Gold bei der Skiflug-WM gewonnen. Nur ein begehrter Titel blieb ihm in seiner Karriere verwehrt: Bei der Vierschanzentournee konnte der 39-Jährige nie triumphieren.

Die Saison der Skispringer startet Stand jetzt am 21. November in Wisla (POL). Erster Höhepunkt des Winters ist im Dezember die Skiflug-WM in Planica, die im März wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste.

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