Riesentorlauf von Kranjska Gora: Scheib wieder auf dem Podest

Julia Scheib im Riesentorlauf von Kranjska Gora
Julia Scheib wird in Kranjska Gora Zweite und bleibt Weltcupführende. ÖSV-Teamergebnis sorgt nicht für große Freude.

Auch nach dem 6. von 10 Riesentorläufen wird Julia Scheib das rote Trikot der Weltcupführenden behalten. Bisher konnte sie dreimal gewinnen, fünfmal war sie am Podium.

Im Riesentorlauf von Kranjska Gora am Samstag siegte diesmal die Schweizerin Camille Rast in einem engen Krimi vor Julia Scheib und Paula Moltzan.

"Der zweite Durchgang war bis auf einen Fehler schwer in Ordnung. Liegen gelassen hab ich es im ersten", sagte Scheib nach dem Rennen im ORF.  Sie liegt 119 Punkte vor Rast im Weltcup, 168 vor Robinson. Doch an den Weltcup denke sie gar nicht. "Ich muss Rennen für Rennen meine Leistung bringen."

"Zu zaghaft"

ÖSV-Star Scheib attackierte im zweiten Lauf wesentlich mehr als im ersten, in dem sie "zu zaghaft" gewesen sei, wie sie selbst sagte. In ihrem 50. Weltcup-Riesentorlauf verbesserte sie sich von Zwischenrang 5 auf Platz 2.

Sie ließ die US-Amerikanerinnen Mikaela Shiffrin (5.) und Paula Moltzan (3.), die im ersten Lauf noch hauchdünn vor ihr gelegen waren, hinter sich, ebenso wie die für Albanien startende Lara Colturi (6.).

Goggia-Aufholjagd

Sofia Goggia war so gar nicht mit ihrem ersten Lauf zufrieden und ging im zweiten auf vollen Angriff. Mit einer Spitzenzeit verbesserte sie sich um 16 Plätze und wurde noch 11.

Laufbestzeit im zweiten Lauf gelang allerdings Sara Hector, die kränkelte und nach dem ersten Lauf bitter enttäuscht war. Sie wurde am Ende Vierte.

Ricarda Haaser zeigte, wie schon am Semmering, eine kämpferische Leistung. Am Ende wurde es Rang 24 im erst zweiten Rennen seit dem Comeback nach ihrem Kreuzbandriss im Februar. Sie bereite sich auf die Rückkehr auch im Super-G vor, den Plan müsse sie "mit den Trainern noch ausreden", sagt sie.

Stephanie Brunner, nach dem ersten Durchgang auf Rang 18, fuhr im zweiten mit einer riesigen Wut im Bauch. Auch der gelang ihr nicht. "Die Sicherheit ist bei mir noch nicht da. Der Ausfall am Semmering schmerzt, ich wäre gut unterwegs gewesen", analysierte sie nach dem Rennen, sie landete auf Rang 21.

Weltcupführung bleibt bei Scheib

Nina Astner wollte nach dem Motto "Hopp oder Dropp" ins Rennen von Kranjska Gora starten. Sie ließ im oberen Teil viel Zeit liegen, weil sie mit dem drehenden Lauf nicht ganz zurecht kam (+3,52). Für sie reichte es diesmal nicht für die Qualifikation für den zweiten Lauf. Franziska Gritsch hatte ebenfalls zu kämpfen, auch sie rutschte aus dem Classement.

Die große Konkurrentin von Julia Scheib um die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf, Alice Robinson, kam mit dem von ihrem eigenen Trainer gesetzten Kurs gar nicht klar. Sie überdrehte und schied schon im ersten Lauf aus. Damit war bereits klar, dass das rote Trikot bei Julia Scheib bleibt. 

Nächster Schritt sei die Teilnahme am Super-G. In Zauchensee wolle Scheib "ganz sicher an den Start gehen, ich freue mich schon sehr drauf. Zauchensee ist sehr technisch mit einigen coolen Kurven", erklärte sie.

Das detaillierte Ergebnis finden Sie hier. Am Sonntag, 9:30 Uhr, geht es in den Slalom (live ORF 1).

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