Weltmeisterin Venier beendet vorzeitig die Saison: "Das macht keinen Sinn"


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Den Trainingslauf für die letzte Saisonabfahrt in Sun Valley (USA) hatte Stephanie Venier noch mitgemacht. Doch der Entschluss, das Weltcupfinale sausen zu lassen, war da schon längst in ihr gereift.
Die Weltmeisterin im Super-G kann nicht mehr, und sie will vor allem auch nicht mehr. „Das hat keinen Sinn, ich muss auf meinen Körper hören“, gibt die Tirolerin offen zu und verzichtet deshalb auch auf ein Antreten im Super-G am Sonntag.

Die Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm hat bei Stephanie Venier sichtlich Spuren hinterlassen und der 31-Jährigen viel abverlangt. Nach dem größten Erfolg ihrer Karriere mit dem Titel im Super-G folgte die große Leere.
„Ich habe alles auf die WM gesetzt, da wollte ich unbedingt performen. Danach ist etwas abgefallen und ich habe mich schwergetan, mir neue Ziele zu setzen“, sagt Stephanie Venier.
Auch der Körper sendete ihr nach dem Trubel und Jubel von Saalbach-Hinterglemm eindeutige Signale: Beim Weltcup in Kvitfjell schlug sich Venier mit einer hartnäckigen Verkühlung herum, zuletzt klagte sie wieder über Knieschmerzen. „Mein Energielevel ist nicht mehr da, wo er sein sollte. Ich habe einfach sehr viel Energie in die Heim-WM gesteckt.“
Mutige Entscheidung
Ihr Timing war freilich geradezu perfekt: Die besten Rennen fuhr Venier allesamt auf österreichischem Boden und bei den zwei wichtigsten Wettkämpfen des Winters: Mit Gold (Super-G) und Bronze (Team-Kombi) in Saalbach-Hinterglemm und dem zweiten Rang beim Heimweltcup in St. Anton.
Die Entscheidung, auf den Start beim Finale zu verzichten, ist der 31-Jährigen nicht leicht gefallen. „Es hat viel Mut gebraucht“, gesteht Stephanie Venier. „Ich verstehe jetzt andere Athletinnen, die zurückgezogen haben, weil sie sich nicht bereit fühlen.“ Wie etwa ÖSV-Teamkollegin Cornelia Hütter 2022 in Lake Louise. „Man muss zu hundert Prozent bereit sein. Und das fehlt mir im Moment einfach“, sagt Venier.
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