Klare Führung im Nationencup: Die ÖSV-Herren auf Erfolgskurs
Im letzten Winter musste das österreichische Herren-Team bis zum Weltcupfinale in Sun Peaks ausharren, ehe endlich der erste Saisonsieg gelang (Lukas Feurstein im Super-G).
Heuer haben die viel gescholtenen und oft hart kritisierten Österreicher bereits im fünften Saisonrennen zugeschlagen.
Und es passt in die allgemeine Aufbruchstimmung im Herren-Team, dass mit Stefan Brennsteiner ein neues Siegergesicht aufgetaucht ist.
Der Pinzgauer musste 34 Jahre alt werden, vier Kreuzbandrisse und andere Tiefschläge – die aufgegangene Bindung bei der Heim-WM – wegstecken, ehe der Stehaufmann nun endlich für seine Zähigkeit belohnt wurde.
„Ich habe zu spüren bekommen, wie brutal der Skisport manchmal sein kann“, sagte Brennsteiner nach seinem längst überfälligen Premierensieg im Riesentorlauf von Copper Mountain.
„Aber ich habe mir trotzdem nie die Freude am Skisport nehmen lassen. Deswegen bin ich immer noch da.“
Lob der Konkurrenz
Die heurige Weltcupsaison ist zwar erst fünf Rennen alt, doch die Erfolgsspuren, die das ÖSV-Herren-Team schon gezogen hat, sind nicht zu übersehen.
Auch die Konkurrenz registriert eine Mannschaft, die ein ganz anderes Gesicht zeigt als noch im letzten Winter. „Der ÖSV ist im Moment sehr stark“, sagt Henrik Kristoffersen.
Marko Pfeifer ist seit 2022 Cheftrainer der österreichischen Ski-Herren
Führung im Nationencup
Die nackten Zahlen verdeutlichen, dass das Herren-Team deutlich besser aus den Startlöchern gekommen ist als in der Saison 2024/’25.
Vor einem Jahr stand die Mannschaft von Marko Pfeifer nach den ersten fünf Rennen mit 431 Punkten da, aktuell halten die Österreicher nach fünf Bewerben bereits bei 805 Zählern und liegen im Nationencup deutlich voran.
Zur Einordnung: Selbst die Schweizer Dominatoren hatten vor einem Jahr weniger Punkte (701) auf dem Konto. In diesem Winter hinkt der Erzrivale trotz zweier Siege von Marco Odermatt noch hinterher und ist im Nationencup mit 471 Zählern aktuell nur die vierte Kraft.
Eine Momentaufnahme, die man beim ÖSV gerne sieht. „Dieser gute Saisonstart nimmt Druck und es macht auch jedem Spaß, wenn man sieht, dass das Skifahren da ist“, erklärt Herren-Cheftrainer Marko Pfeifer.
„Wir haben heuer wirklich sehr großen Wert auf einen gelungenen Start gelegt. Das ist uns gelungen.“
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