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Ski Alpin
10/02/2019

ÖSV-Cheftrainer Puelacher mahnt: "Wir haben zu viele Rennen"

Kritik am dichten Weltcup-Kalender. Offen ist noch das Format in der Alpinen Kombination.

von Christoph Geiler

Eigentlich hätten beim traditionellen Herbstmeeting der FIS bereits am Mittwoch die wichtigen Weichen gestellt werden sollen, doch ÖSV-Cheftrainer Andreas Puelacher reiste ohne neue Erkenntnisse wieder aus Zürich ab. Kurzerhand wurden die Entscheidungen auf Freitag vertagt. "Die FIS ist schon ein kunterbunter Haufen", wunderte sich Puelacher.

Dreieinhalb Wochen vor dem Saisonauftakt in Sölden (26. und 27.Oktober) gibt es im Weltcup noch einige offene Fragen. So weiß bis heute noch keiner, wie die Alpine Kombination ablaufen soll. Ursprünglich war geplant, die Rennen mit dem Slalomdurchgang zu beginnen und anschließend den Speedbewerb zu fahren. Davon scheint man mittlerweile wieder abgekommen zu sein.

Unklarheit herrscht derweil auch noch über die Parallel-Bewerbe. Die FIS will Qualifikationsläufe einführen, wie die Rennen dann aber ablaufen sollen, das weiß noch keiner. Sicher ist, dass ein geplantes Parallel-Rennen bereits gestrichen wurde: Der Wettkampf in Stockholm, der für 10. März terminisiert war, fällt definitiv aus.

Auch ohne diesen City-Event ist der Weltcup-Kalender in den Augen von Andreas Puelacher viel zu dicht. "Wir haben zu viele Rennen", mahnt der Herren-Chefcoach. Und er ist nicht der einzige Trainer, der so denkt. "Wir sind uns alle einig, dass wir weniger Rennen wollen. Aber das spielt's nicht."

Puelacher ist ein gebranntes Kind. In der abgelaufenen Saison hatte sich Marco Schwarz in Bansko einen Kreuzbandriss zugezogen. Mag sein, dass der dreifache WM-Medaillengewinner nur Verletzungspech hatte, unbestritten ist allerdings, dass Schwarz damals innerhalb von eineinhalb Wochen sechs Rennen an drei verschiedenen Orten (Are, Stockholm, Bansko) bestritt.

In dieser Saison warten auf die Rennläufer neben dem Wettkampfstress (44 Rennen bei den Herren, 40 bei den Damen) auch noch zusätzliche Reisestrapazen. Denn neben dem obligaten Abstecher nach Nordamerika müssen die Herren auch noch zu den Olympia-Testrennen nach Peking reisen.

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