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Sport Wintersport
01/09/2022

Corona-Sorgen im Eishockey: "Können Omikron nicht mehr kontrollieren"

ICEHL-Geschäftsführer Christian Feichtinger erklärt, wie die Liga durch die Corona-Krise navigiert. 93 Prozent sind geimpft.

von Peter Karlik

Weil bei Salzburg nach der Rückkehr von Spielern von der U-20-WM Omikron ausgebrochen ist, wird in der ICE Hockey League statt den Salzburgern Graz am Sonntag bei den Vienna Capitals gastieren. Die Steirer hätten eigentlich gegen Innsbruck gespielt, aber auch dort wütet Covid-19. Am Sonntag mussten auch die Partien KAC - Südtirol und Villach -Znojmo abgesagt werden. Somit findet heute nur eine Partie statt, die gar nicht am Spielplan stand. 

Innerhalb weniger Stunden werden in der ICEHL derzeit Spiele von Teams organisiert, die noch nicht von Corona betroffen sind. Geschäftsführer Christian Feichtinger und sein Team haben Erfahrung beim Navigieren durch die Corona-Krise: „Unsere Liga ist ein Motor mit 13 Zylindern in voller Fahrt. Wir greifen mit den Fingern in die laufenden Zahnräder hinein. Aber das nutzt auch nur, wenn sich die Räder bewegen lassen. Die Vereine spielen voll mit.“

Die Welle hinausgezögert

Im Vergleich zu anderen Ligen in Europa traf die Omikron-Welle spät ein. „Je besser du arbeitest, desto länger kannst du es nach hinten hinauszögern. Delta konnten wir weitestgehend kontrollieren, aber Omikron nicht mehr“, sagt Feichtinger.

Drei der 13 Teams haben seit dem Jahreswechsel noch kein Spiel bestritten. Seit dem Liga-Ausstieg von Bratislava wird in der Tabelle nach Durchschnittspunkten gereiht. Die Teams müssen mindestens 80 Prozent ihrer Grunddurchgangsspiele absolvieren, dann kann das Play-off beginnen. „Die nächsten Tage werden zeigen, ob es möglich ist. Ich bin zuversichtlich“, sagt Feichtinger. Mannschaften, die zuletzt nicht spielen konnten, kommen nächste Woche zurück, wie Ljubljana, Linz, Fehervar und Innsbruck.

Natürlich wird aber auch der Druck auf den Verband steigen, der im Februar mit dem Nationalteam zwei Tests gegen Slowenien plant.

Gefahr im Bus

Die Liga habe ihr Präventionskonzept vom Sommer 2020 weiterentwickelt. „Es gibt ein Ärztekomitee aus drei Leuten, mit ihnen telefoniere ich täglich. Zusätzlich haben wir eine Plattform, bei der alle Teamärzte dabei sind“, erklärt Feichtinger. Außerdem wird weit über das vorgeschriebene Maß hinaus getestet. „Wir testen seit Oktober auch die doppelt Geimpften. Es wird vor der Busfahrt getestet, am Spieltag am Morgen und vor dem Spiel.“ Einige Ansteckungen dürften auf die Busfahrten zurückzuführen sein.

Noch mehr Vorsicht

Das Drama um Bratislava-Spieler Boris Sadecky, der nach einer Covid-Infektion an den Folgen einer Herzmuskelentzündung starb, sorgte für noch mehr Vorsicht. „Wir müssen einwandfrei nachweisen können, dass wir alles tun, um unseren Spielern ein bestmöglich sicheres Umfeld zu bieten. Vielleicht schaut man noch genauer auf die Einhaltung der medizinischen Vorgaben. Die Ärzte sind sich ihrer Verantwortung bewusst.“ Vor der Rückkehr einer Mannschaft aus der Corona-Pause gibt es Vorgaben für die medizinischen Tests der Spieler. Und natürlich gibt es eine weitere Empfehlung der Liga. „Boostern, boostern, boostern“, sagt Feichtinger.

Von den 500 Mitgliedern der roten Gruppe, also Spielern und On-Ice-Mitarbeitern, sind 98,9 Prozent immunisiert. 93 Prozent sind geimpft. Pech hat ein Klub, der auf zwei österreichische Torhüter gesetzt hat, die sich beide nicht impfen lassen wollen und jetzt in Italien nicht spielen dürfen, weil dort in Hallen die 2-G-Regel gilt. Auch für Spieler.

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