EBEL: Die Capitals gewinnen das Spitzenspiel

Eishockey , Capitals - KAC
Foto: Agentur DIENER/DIENER / Philipp Schalber Die Capitals jubelten drei Mal

Die Wiener besiegten den KAC in einer ausverkauften Halle mit 3:1. Beide Trainer waren sauer.

Wenn am Sonntag der Verkehr vor dem geschlossenen Donauzentrum in Wien-Kagran zum Erliegen kommt, dann ist für gewöhnlich der KAC in der Schultz-Halle zu Gast. Erstmals seit dem dritten Finalspiel gegen die Kärntner am 4. April 2017 war die Arena der Capitals ausverkauft. Und wie damals beim 7:5-Sieg bekamen die Fans einiges geboten.

Das Spiel hielt, was sich die  Zuschauer erwarten durften. Als hätte es die schwache Leistung am Freitag beim 2:3 n.P. gegen Schlusslicht Znaim  (am Sonntag 2:9 in Innsbruck) nicht gegeben, spielten die Capitals wieder wie aus einem Guss.

Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Spitzenspiel in höchster Intensität. Die Wiener gingen nach toller Vorarbeit durch Tessier und Pollastrone durch  Holzapfel früh in Führung (3.).  Die Klagenfurter – angefeuert von 300 mitgereisten Fans – waren immer brandgefährlich. Vor allem der Österreicher-Sturm mit Johannes Bischofberger, Manuel Ganahl und Marco Brucker ist außergewöhnlich stark in der Legionärsliga EBEL. Ganahl hatte auch gute Möglichkeiten auf den Ausgleich (12., 16.).

"Richtig schlechte Pfiffe"

Geschlagen geben musste sich Wiens bestens gelaunter  Goalie Jean-Philippe Lamoureux erst bei einem Gewaltschuss von David Fischer im Powerplay (33.). Sehr zum Ärger von KAC-Coach  Steve Walker gingen die Capitals durch einen Powerplay-Treffer von Sharp 2:1 in Führung (50.). „Es ist schwer, wenn du gegen mehr als ein Team spielst. Das waren auf beiden Seiten ein paar richtig schlechte Pfiffe der Referees.“

Walker meinte damit, dass Sekunden vor dem Treffer der Puck im Netz über der Bande gewesen war. Doch auch die Bandentür auf der Wiener Seite wurde nach seltsamen Strafen für Capitals-Spieler von Trainer Serge Aubin lautstark zugeknallt. Den 42-jährigen Kanadier hat man selten so wütend auf die Unparteiischen gesehen.

Empty-net-Goal

Letztlich war das 2:1 die Entscheidung, weil Lamoureux in Minute 59 gegen KAC-Verteidiger Schumnig sensationell hielt und Vause im Gegenzug ins leere KAC-Tor zum 3:1 traf. Danach sagte Aubin erleichtert: „Lamoureux war großartig. Das war ein richtig gutes Spiel von zwei guten Teams.“

Zuwachs beim KACKurz vor Spielbeginn gab der KAC bekannt, dass Andrew Kozek nach Klagenfurt kommt. Der Kanadier war zuletzt bei Mora (SWE) und Vaasan (FIN), 2015/2016 hatte er in Linz  40 Tore im Grunddurchgang erzielt.

Die Black Wings Linz haben sich als zweites Team nach den Capitals für die Pick Round qualifiziert. Die Linzer sicherten sich dank eines 5:2 in Dornbirn damit vorzeitig einen Platz im Viertelfinale.

Ergebnisse vom Sonntag:

Vienna Capitals - KAC 3:1 (1:0,0:1,2:0).

Tore: Holzapfel (3.), Sharp (50./PP), Vause (59./EN) bzw. Fischer (33./PP). Strafminuten: 12 bzw. 8.

HC Innsbruck - Znaim 9:2 (3:1,4:0,2:1).

Tore: Ouellet-Blain (6., 24./PP), Clark (14., 19./PP, 54.), Bär (21.), Wahl (22.), Bishop (32.), Lammers (43.) bzw. Novak (13.), Bartos (45.). Strafminuten: 2 bzw. 12.

Fehervar - Graz 99ers 4:1 (3:0,0:0,1:1).

Tore: Erdely (16., 20.), Reisz (20.), Koger (50./PP) bzw. Ograjensek (58.). Strafminuten: 8 bzw. 4.

Dornbirn - Linz 2:5 (1:1,1:2,0:2).

Tore: Reid (18.), Arniel (34.) bzw. Schofield (8.), D'Aversa (29.), DaSilva (36.), Broda (42./PP), Locke (59./empty net). Strafminuten: 4 bzw. 8.

Villach - Bozen 1:5 (1:2,0:3,0:0).

Tore: Verlic (17.) bzw. De Sousa (9.) Halmo (20./PP, 24.), Monardo (27.), Glira (39.). Strafminuten: 10 bzw. 6.

(kurier) Erstellt am
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