Wiens Coach Dave Cameron

© DIENER / Juergen Wassmuth

Sport Wintersport
04/07/2019

Die Capitals suchen gegen Salzburg ihre Führungskraft

EBEL-Semifinale: Vor dem Sonntag-Heimspiel spricht Coach Cameron über die verspielten Führungen.

von Peter Karlik

Achtmal in den ersten vier Semifinal-Partien verspielten die Vienna Capitals gegen Salzburg eine Führung. Gleich sechsmal passierte dies den Wienern beim 3:4 n.V. am Dienstag und beim 3:5 am Freitag.

Mit den zwei Niederlagen haben die Wiener auch ihre 2:0-Führung in der Best-of-seven-Serie verspielt. Am Sonntag, 17 Uhr, beginnt also in Wien eine Best-of-Three-Serie um den Aufstieg ins Finale. Und der Druck auf die Capitals ist enorm gestiegen. Eine dritte Niederlage in Folge wäre ein Zeichen von Schwäche.

Wiens Coach Dave Cameron fand nach dem 3:5 in Salzburg klare Worte: „Es ist alarmierend, dass wir in mehreren Spielen dieselben Fehler machen und Tore im letzten Drittel bekommen. Das ist ein Zeichen, dass wir zu viel wollen.“

Doppeltorschütze Julian Großlercher sagte dazu: „Wenn man am Ende müde wird, sollte man sich an das System halten, damit das nicht passiert. Das haben wir nicht gemacht.“ Der Osttiroler, der am Freitag sein Torkonto von drei auf fünf aufstockte, sieht den Druck positiv: „Wir haben alle schon oft genug im Play-off gespielt, um zu wissen, wie es in

solch langen Serie zugeht.“

Cameron erklärt, warum sein Team aus Führungen keine Kraft schöpfte: „Immer wenn wir die Führung hatten, haben wir eine Strafe bekommen und haben den Fuß vom Gas genommen, um nicht das nächste Tor zu bekommen.“ Der Kanadier appellierte an seine Führungsspieler in den Sturmlinien: „Wir wollten den Puck bis ins Tor passen. Aber wir brauchen jetzt mehr Schüsse und die zweite und dritte Möglichkeit daraus.“

Mental wird es für die Wiener interessant. Cameron: „Wir müssen jetzt mit jenem Nachdruck agieren, mit dem Salzburg in die Spiele geht. Das wird uns auf das nächste Level führen.“

Mentale und physische Stärke

Dort angelangt ist bereits der KAC, der Graz mit 4:0 an Siegen aus dem Play-off warf. Trainer Petri Matikainen sagte erfreut: „Wir präsentierten uns in den Play-offs in körperlich sehr guter Verfassung. Daran haben wir seit dem Sommer gearbeitet. Auch mental sind wir über die Monate immer stärker geworden, wir stecken Rückschläge weg.“ Die Klagenfurter spielen um ihren ersten Titel seit 2013 (4:0 gegen die Capitals).

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