© REUTERS/KAI PFAFFENBACH

Sport
10/04/2019

Verena Preiner: Der harte Kampf einer Siebenkämpferin

Die Oberösterreicherin wollte auf 400 Meter Hürden umsatteln. Jetzt holte die 24-Jährige WM-Bronze und den Gesamtweltcup.

von Christoph Geiler

Nur gut, dass Verena Preiner nichts so leicht aus der Tartanbahn wirft und sie gelernt hat, ihre Ziele beharrlich zu verfolgen. Sonst wäre ihr wahrscheinlich so einiges vorenthalten geblieben:  Angefangen von den Teilnahmen an den Weltmeisterschaften über den österreichischen Rekord bis hin zum Glanzstück ihrer Laufbahn: Den Gewinn der WM-Bronzemedaille im Siebenkampf.

Und mit dem dritten WM-Platz erreichte Preiner den nächsten Meilenstein: Mit ihren Siegen in Arona (ESP) und Ratingen (GER) sowie dem gestrigen dritten Platz sichert sich Verena Preiner den Gesamtweltcup und 30.000 Dollar Preisgeld.

„Eigentlich wollte ich bereits auf die 400 Meter Hürden umsteigen“, gesteht die oberösterreichische Leichtathletin. Es ist gerade einmal sechs Jahre her, dass Verena Preiner sich auf dem Scheideweg ihrer Karriere befand und sich die Sinnfrage stellte. „Funktioniert das wirklich mit dem Siebenkampf?“

Ein lästiges und langwieriges Ödem im Mittelfußknochen hatte die leidenschaftliche Mehrkämpferin ordentlich aus dem Tritt gebracht, und als Verena Preiner dann auch noch am Blinddarm operiert werden musste und ihr Körper rebellierte, stand sie kurz davor, den Siebenkampf links liegen zu lassen und auf die 400-Meter-Hürden umzusatteln.

„Mit 18 hatte ich eineinhalb Jahre lang dermaßen die Seuche. In dieser Zeit ist im Mehrkampf überhaupt nichts weiter gegangen“, erinnert sich Verena Preiner.

Ihrer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass sie auch diese Hürde erfolgreich gemeistert und ihren Traum von einer Laufbahn als Siebenkämpferin weiter verfolgt hat. „Eine Disziplin allein wäre mir auch zu langweilig gewesen“, sagt die 24-Jährige.

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Wobei ohnehin jeder Leichtathlet in Österreich zwangsläufig zum Mehrkämpfer wird: Er kämpft um Anerkennung, um Unterstützung, nicht zuletzt auch ums Geld. Verena Preiner musste regelrecht betteln gehen, um sich professionell auf die  Titelkämpfe in Doha vorbereiten zu können.

Im Sommer hatten der österreichischen Rekordhalterin und Nummer sechs der Welt noch 5.600 Euro gefehlt, um ein Trainingslager in der Türkei zu finanzieren. Erst durch ein  Crowdfunding-Projekt konnte sich Preiner perfekt auf die WM vorbereiten. Wer damals 30 Euro bezahlte, erhielt von ihr als Dank eine handgeschriebene Postkarte.

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Seit gestern dürfte das Autogramm von Verena Preiner viel mehr wert sein.

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