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Sport Tennis
06/28/2022

ÖTV-Boss Ohneberg kritisiert Förderpolitik: „Da gibt es Luft nach oben“

"Laufend intenisve Gespräche" / Die Energiekrise wird ab Herbst das große Thema.

von Harald Ottawa

Österreich. Neues Logo, generelle Aufbruchstimmung. Beim Österreichischen Tennisverband ist trotz fehlender Topstories auf dem Sektor Erfolg Ruhe, aber vor allem Optimismus eingekehrt. Muss es auch, denn auf den zweitgrößten Sportverband warten viele Herausforderungen. Die größte ab Herbst. „Das Thema Inflation und vor allem die Energiepreise werden uns heuer enorm beschäftigen“, sagt Martin Ohneberg, seit Jänner ÖTV-Präsident im Sport Talk auf Kurier.TV. „Wir müssen viele Gespräche führen, um Lösungen zu finden. Vor allem die Traglufthallen brauchen viel Wärme, viele greifen auf Gas zurück. Da kann man nicht so schnell umstellen.“

Seit Jahren wird seitens der Tennis-Szene kritisiert, dass der zweitgrößte Sportverband im Lande nur auf Rang 14 liegt, was die Sportförderungen betrifft. Auch Ohneberg ist nicht erfreut. „Da gibt es Luft nach oben. Wir führen intensive Gespräche, weil es unser Bestreben ist, dass wir in Summe mehr Geld bekommen“, erklärt der Vorarlberger Unternehmer, der in der Industriellenvereinigung engagiert ist, und schaut Richtung Süden. „Portugals Tennisverband bekommt neun Millionen, bei uns sind es 1,2 Millionen Euro.“ Argumente hätte der Verband genug. „Tennis bringt der Gesamtwirtschaft knapp 680 Millionen an Wertschöpfung und vermeidet im Gesundheitsbereich Kosten von 106 Millionen.“ Zumindest würde es unter Finanzminister Magnus Brunner, Ohnebergs Vorgänger beim ÖTV, schon gute Maßnahmen geben.

Daviscup in Tulln

Im Vordergrund steht natürlich der Sport. Mit Jürgen Melzer hat man einen „überaus engagierten Sportchef“, der auch als Trainer Erfolg haben wird. Auf diesen wartet im September der Daviscup. In Tulln ist Pakistan der Gegner. „Erstens findet dort zuvor ein Challenger statt, zweitens kommen fast alle Topspieler aus Niederösterreich“, begründet Ohneberg.

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