Sport
29.10.2018

Superstar Hirscher nahm die Absage mit Humor

Das Herren-Rennen fiel wie 2017 aus. Die nächste Chance gibt's in drei Wochen beim Slalom in Levi.

Der einzige Wettkampf, der am Sonntag in Sölden stattfand, wurde im Netz geführt. Nach der Absage des Riesentorlaufs startete Marcel Hirscher auf Twitter das Match um Klicks – und nebenbei auch um die Lacher. Der Skistar postete ein Foto vom tief verschneiten Zielgelände am Rettenbachferner, dazu der treffende ironische Kommentar: „Was für ein schöner Tag für ein Rennen. Typisch Peter Schröcksnadel.“

Die Twitter-Meldung war an seinen langjährigen Riesentorlauf-Widersacher Ted Ligety gerichtet. Als im vergangenen Jahr in Sölden das Herren-Rennen abgesagt wurde, hatte sich der Amerikaner in den sozialen Netzwerken mit dem gleichen Wortlaut beschwert. Ligety monierte, dass ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel die Durchführung des Riesentorlaufs auch deshalb verhindert habe, weil Marcel Hirscher damals gerade verletzt war. Am Sonntag ließ der Konter von Ligety auf Hirschers Posting nicht lange auf sich warten: „Fake News.“

Tatsache ist, dass gestern – wie auch bereits 2017 – an ein Rennen schlicht nicht zu denken war. Über Nacht war auf dem Gletscher ein halber Neuschnee gefallen, „es wäre unmöglich gewesen, die Strecke rennfertig zu kriegen“, gestand FIS-Renndirektor Markus Waldner. Wann und wo der Sölden-Riesentorlauf nachgetragen wird, ist noch unklar. Zur Auswahl stehen Val d’Isère und Alta Badia.

Vorerst sind aber die Slalom-Spezialisten am Zug. Der Weltcup wird in drei Wochen im finnischen Levi fortgesetzt (17./18. November). Danach übersiedelt der Tross nach Übersee, wo in Lake Louise und in Beaver Creek die ersten Speedbewerbe auf dem Programm stehen.