Der Ex-Rapidler Kvilitaia (re.) stürmt für Gent

© APA/AFP/Belga/BRUNO FAHY

Sport
08/31/2020

Schneller als die Losfee: Rapid war bereits in Gent spionieren

Quali zur Champions League: In Runde 3 geht’s nach Belgien zum kriselnden Vizemeister. Vorbereitet wird Rapid bestens sein.

von Alexander Huber

Rekordverdächtig präzise bereitet sich Rapid auf die Gegner in der Qualifikation zur Champions League vor. Lok Zagreb war in allen Details bekannt, weil Kroatiens Vizemeister seit der Rückkehr von Sportdirektor Zoran Barisic zu den bevorzugten Scouting-Zielen der Hütteldorfer gezählt hat. Und auch Gent wird den Rapid-Spielern nicht nur wegen Ex-Kollege Giorgi Kvilitaia bekannt vorkommen.

Noch bevor Belgiens kriselnder Vizemeister aus dem Topf der drei möglichen Gegner in Runde drei zugelost wurde, war ein Rapid-Scout in Gent live vor Ort spionieren. Zu sehen gab es am Sonntag in der vierten Liga-Runde mit dem 1:0 gegen Mechelen die ersten Punkte für Gent und das Goldtor durch den früheren Salzburg- und WAC-Sprinter Anderson Niangbo.

„Ich kann versprechen: Wir werden sehr gut vorbereitet sein“, kündigt Barisic für das Duell am 15./16. September an.

Rekordtransfer

Dass sich Gent an sich auf einer anderen Ebene als Rapid bewegt, zeigt der Verkauf des besten Spielers: Der erst 20-jährige Offensivgeist Jonathan David wechselte um 32 (!) Millionen Euro nach Lille.

Der Kanadier brach damit die Transferrekorde von Gent, Lille und seines Heimatlandes (Alphonso Davies kostete die Bayern „nur“ 10 Millionen).

„Belgiens Fußball steht über unserem. Aber mit ein biss’l Glück ist dieses Los machbar. Ich bin jedenfalls froh, dass es nicht Benfica wurde“, meint Barisic. „Wir können befreit aufspielen.“ Und vermutlich kontern. Denn Gent wird zu Hause (auch beim verordneten Geisterspiel) sicher nicht so destruktiv wie Lok auftreten.

Letzte Hürde bekannt

Da die Qualifikation an einer Gruppenphase bereits fixiert ist, geht es um den UEFA-Bonus von fünf Millionen. Nach einem Sieg würde im Play-off Alkmaar oder Dynamo Kiew warten. Vermutlich werden in Hütteldorf auch dafür schon erste Scouting-Reisen organisiert.

Hartberg in Polen

Weniger Losglück hatten die gesetzten Hartberger. Der Europacup-Debütant muss am 17. September auswärts antreten, noch dazu in Polen gegen Piast Gliwice. Leichter wäre es wohl gegen die beiden anderen möglichen Gegner geworden: Dunajska Streda (Slowakei) und Osijek (Kroatien).

Die Polen sind in der aufstrebenden Ekstraklasa regelmäßig im vorderen Tabellendrittel zu finden und gelten als offensivstark. Allerdings sind im Sommer – im Unterschied zu Hartberg – Stützen und danach die beiden Liga-Auftaktspiele verloren gegangen. Das 1:0 für Stettin erzielte Ex-Austria-Kapitän Gorgon am Sonntag gegen Piast Gliwice.

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