NFL: Raimann kann heute Geschichte schreiben

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Der Burgenländer hofft auf seinen ersten NFL-Einsatz für die Indianapolis Colts – Hochspannung vor der neuen Saison

Mit einem 31:10-Erfolg gegen den amtierenden Champion Los Angeles Rams haben die Buffalo Bills die neue NFL-Saison eröffnet. Und damit ihre Superbowl-Ambitionen untermauert. Zum 103. Mal gehen die Teams in der stärksten Football-Liga der Welt heuer auf Titeljagd – und diese Saison kann aus rot-weiß-roter Sicht eine ganz besondere werden. Mit Bernhard Raimann wurde erstmals ein Österreicher im Draft ausgewählt. Der 24-Jährige hat beste Chancen, als erster österreichischer Feldspieler einen Einsatz in der NFL zu bekommen. Die erste Möglichkeit dazu hat er bereits heute.

Seine Indianapolis Colts treffen zum Auftakt auf die Houston Texans (19.00 MESZ/live DAZN). Raimann hat in der Vorbereitung einen starken Eindruck hinterlassen. Auf der Position des Left Tackles ist es seine Aufgabe, den Quarterback zu beschützen. Aktuell steht sein Kollege Matt Pryor noch vor ihm, der Burgenländer wird auf der Ersatzbank beginnen. Zumindest ein Kurzeinsatz scheint aber nicht unwahrscheinlich. Langfristig gesehen ist mehr möglich. „Er wird immer konstanter. Wenn er sein Spiel auf diesem Niveau weiter verfeinert, glaube ich, dass er ein Faktor sein wird“, sagte Headcoach Frank Reich.

Mit dem Titelkampf haben die Colts aller Voraussichten nach nichts zu tun. Wobei die Experten sich in der Favoritenfrage diesmal überhaupt nicht einig sind. Gleich zehn Teams gehen mit neuem Trainer in die Saison. Dazu kommen einige prominente Transfers auf der Quarterback-Position. Russell Wilson etwa wechselte von Seattle zu Denver. Tom Brady sorgte mit seinem Rücktritt vom Rücktritt für Aufsehen und greift mit Tampa Bay an.

Für den spektakulärsten Transfer sorgte jedoch Deshaun Watson. Die Cleveland Browns investierten viel, um den 26-jährigen Spielmacher von den Houston Texans zu holen. Watson kassiert in den nächsten fünf Jahren in Cleveland 230 Millionen Dollar. Das Problem: Er muss die ersten elf Spiele zuschauen. Wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung von 24 Frauen fasste er zunächst eine Sperre von sechs Spielen aus. Obwohl er sich mit fast allen Klägerinnen außergerichtlich einigen konnte. Die NFL erhöhte die Strafe schließlich auf elf Partien, dazu muss Watson fünf Millionen Dollar Strafe zahlen.

Zum Auftakt treffen die Browns heute auf Carolina. Dorthin hat sich Baker Mayfield verabschiedet, nachdem ihm die Browns Watson vor die Nase gesetzt hatten.

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