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Sport
05/05/2019

Mutiger Ausflug: Sportstars sprangen von der Europabrücke

Rodel-Olympiasieger David Gleirscher war nach dem Bungysprung aufgedreht. "Es war einfach geil."

von Christoph Geiler

Man möchte eigentlich meinen, dass für Sportler, die mit mehr als 130 km/h durch den engen Eiskanal flitzen, Angst und Nervosität Fremdwörter sind. Doch als die besten Rodler der Welt dann auf der Europabrücke standen und die 190 Meter in den Abgrund blickten, befiel dann fast alle doch das Muffensausen. Nur durch ein Seil gesichert in die Tiefe zu springen ist dann doch eine andere Herausforderung.

"Wir rodeln ja auch nicht gerade mit Standgas die Bahnen hinunter und sind also durchaus auch Adrenalinjunkies. Doch mit Bungy-Jumping ist das nicht zu vergleichen. Das kostet eine große Portion Überwindung", meinte Rodel-Olympiasieger David Gleirscher nach seinem erfolgreichen ersten Sprung von der Europabrücke. "Man wird aber mit einem herrlichen Gefühl der Freiheit belohnt. Es war einfach geil."

Gleirscher war nicht der einzige, der sich in die Tiefe stürzte. Auch Rodel-Weltmeister Wolfgang Kindl, mit drei Bungy-Sprüngen bereits ein Routiner, gab sich wieder den Kick. "Beim dritten Sprung wird es schon Routine, aber nur bis man vorne steht und der Countdown herunter gezählt wird. Dann kommt die Anspannung und das Adrenalin.“

 

Einige Athleten wie Bob-Vizeweltmeister Markus Treichl ("Ich mag eigentlich nichts, was mit Höhe zu tun hat") oder auch Rodler Nico Gleirscher mussten sich richtig überwinden, aber genau darum ging es auch bei dieser Veranstaltung der Österreichischen Sporthilfe.  "Als Sportler steht man immer wieder vor ähnlichen Situationen, die einem den Puls höher schlagen lassen", erklärt Snowboard-Star Alessandro Hämmerle. "So grauslich dieses Gefühl oben auch ist, so herrlich ist es aber, wenn man den Schritt wagt und sich hinunterstützt."