Starke Vorstellung: Angelina Melnikowa

© APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU

Sport
10/21/2021

Mehrkampf-Gold für Angelina Melnikowa bei der Kunstturn-WM

Nach fünf Siegen in Serie ist die Nachfolgerin für US-Superstar Simone Biles gefunden. Marlies Männersdorfer kam auf Platz 22.

Die Russin Angelina Melnikowa hat bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften im japanischen Kitakyushu erstmals den Titel im Mehrkampf gewonnen. Die 21 Jahre alte Olympia-Dritte siegte im General Gymnasium am Donnerstag mit 56,632 Punkten vor den beiden Amerikanerinnen Leanne Wong (56,340) und Kayla di Cello (54,566).

Melnikowa, die ohne einen größeren Fehler durch ihr Programm kam, tritt im Vierkampf die Nachfolge von Simone Biles an, die 2019 in Stuttgart zum fünften Mal als beste Allrounderin bei einer WM triumphiert hatte. Der US-Superstar ist bei den Titelkämpfen in Japan ebenso nicht am Start wie Tokio-Olympiasiegerin und Landsfrau Sunisa Lee.

Historischer Erfolg für Marlies Männersdorfer

Freudige Gesichter gab es auch in der österreichischen Delegation: Marlies Männersdorfer, die sich als 24. und Letzte für die Entscheidung qualifiziert, absolvierte ihre Küren an Boden, Sprung und Stufenbarren ausgezeichnet. Zwischenzeitlich lag die 24-jährige Wahlvorarlbergerin sogar an der 17. Stelle. Zum Abschluss am Schwebebalken passierte ihr dann allerdings bei der Pirouette derselbe Fehler samt Sturz wie in der Qualifikation. Das bedeutete schließlich den 22. Endrang.

„Ich konnte das Finale sehr genießen“, betonte Männersdorfer. „Es war einfach unglaublich, mit den Top-Turnerinnen der Welt gemeinsam auf der Bühne zu stehen und dazuzugehören. Dass ich mich verbessern konnte, freut mich umso mehr. Es war einfach unbeschreiblich und hat mir große Lust auf mehr gemacht. Ich danke allen, die mich auf diesem Weg unterstützen, ich hätte es ohne sie nicht so weit geschafft.“

Gelungene Premiere mit Perspektiven

Männersdorfer erreichte im Finale 48,595 Punkte, also knapp weniger als in der Qualifikation (48,798). Nichtsdestotrotz gelang der Staatsmeisterin die bessere Platzierung, da ihre direkte Konkurrenz in der Entscheidung ebenfalls patzte. Männersdorfers 22. Platz ist das zweitbeste österreichische Turnerinnen-WM-Mehrkampfergebnis nach der Bronzemedaille von Gertrude Kolar 1951 (damals noch ohne separates Finale ausgetragen).

Zufrieden war auch Nationaltrainer Daymon Jones: „Es ist etwas ganz Besonderes, dass sich Marlies nicht nur als erste Österreicherin für ein WM-Finale qualifiziert hat, sondern in diesem sogar zwei Plätze nach oben klettern konnte. Das war das Tüpfelchen auf dem i. Wir haben hier in Japan das deutliche Statement hinterlassen, dass Österreichs Turnerinnen weiter aufsteigen und wir hart daran arbeiten, in den Weltranglisten vielleicht sogar bis ganz nach oben zu kommen. Die WM 2021 war dafür der Startschuss“, sagte der Amerikaner.

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