Mediziner über Sport-Stars und Corona: "Impfen ist alternativlos"

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Der neue Leiter des Sportinstituts der Uni Wien, Jürgen Scharhag, über die Gefahren einer Covid-Erkrankung, skeptische Spitzensportler und Adeyemi.

Von manchem Profi-Star wird Covid nach wie vor unterschätzt. Auch unter Hobby-Sportlern gibt’s Impfskeptiker. Oder Geimpfte, die wissen wollen, ob eine längere Schonzeit notwendig ist. Mit Universitätsprofessor Jürgen Scharhag, 54, erteilt ein kompetenter Wissenschafter Auskunft.

Der deutsche Sportmediziner und Kardiologe konnte von der Wiener Universität als Leiter des Sportinstituts engagiert werden. Scharhag ist auch ärztliches Mitglied des deutschen olympischen Teams und Arzt des Fußball-Unter-21-Europameisters.

Mediziner über Sport-Stars und Corona: "Impfen ist alternativlos"

KURIER: Als vor bald zwei Jahren erste Covid-Meldungen einlangten, wurde Medien Panikmache vorgeworfen. Selbst Ärzte verglichen Covid mit Grippe. Sie auch? Jürgen Scharhag:

Auch ich dachte anfänglich, dass die Covid-19-Erkrankung ähnlich wie Grippe sei. Aber auch eine Grippe kann sehr gefährlich verlaufen. Mit der Erfahrung von heute können wir nur warnen: Wer das Virus verharmlost, wird spätestens seine Meinung revidieren, wenn er die Dramen auf Intensivstationen miterlebt.

Es fällt auf, dass gerade Sportgrößen dazu neigen, die Pandemie zu bagatellisieren. Indem sie sich aufgrund ihrer Topfitness für unverwundbar halten? Sind Athleten das wirklich?

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