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Sport Fußball
10/03/2020

WSG-Coach Silberberger: "Dann läuft bei der Austria was falsch"

Die Tiroler sehen sich gegen die Austria in der Außenseiterrolle, rechnen sich aber trotzdem einiges aus.

von Christoph Geiler, Alexander Strecha

Ob die Wiener Austria denn der erklärte Lieblingsgegner von WSG Tirol sei, wurde Thomas Silberberger dieser Tage gefragt. Immerhin hatten die Tiroler in ihrer ersten Saison in der Bundesliga gegen kein anderes Team eine so gute Bilanz (drei Siege in fünf Duellen).

Doch Thomas Silberberger denkt nicht in solchen Kategorien. Und schon gar nicht will der Coach aufgrund der positiven Erfahrungen im vergangenen Herbst, als die WSG die Austria im Cup sogar mit 5:1 vom Platz schoss, seine Mannschaft für dieses Match am Samstag in der Favoritenrolle sehen.

Favorit Austria

"Die Austria wird gegen uns immer Favorit sein. Allein schon wegen der Tradition und den Titeln", betont Silberberger. "Wenn sie diese Favoritenrolle nicht annehmen, dann läuft bei der Austria was falsch."

 

Grundsätzlich ortet der WSG-Coach beim Gegner eine positive Entwicklung. "Peter Stöger tut der Austria gut", hält Thomas Silberberger fest. "Die Außendarstellung ist eine andere. Und die Austria ist robuster als letzte Saison" Trotzdem glaubt auch er: "Die Austria kann sicher mehr."

Das gilt übrigens auch für seine Mannschaft. Mit vier Punkten aus den ersten drei Runden ist dem sportlichen Absteiger der Vorsaison der Start ins zweite Bundesliga-Jahr geglückt. Dank der vielen jungen Neuzugänge weht ein frischer Wind im Team, die WSG präsentiert sich bislang stabiler und unberechenbarer als in der Vorsaison.

Die Wattens-Viertelstunde

Vor allem sind die Tiroler regelrechte Blitzstarter. In den ersten drei Runden gingen die Tiroler stets in der Anfangsphase in Führung. In Ried (2:3) hatte Dedic nach vier Minuten getroffen, gegen den LASK (1:1) war Frederiksen nach fünf Minuten zur Stelle, zuletzt in Altach (2:0) erzielte Dedic in der sechsten Minute den Führungstreffer.

Thomas Silberberger hat dafür keine Erklärung. Eines zeigen ihm diese frühen Tore aber sehr wohl: Seine Mannschaft ist von Beginn an hellwach und braucht offenbar nicht lange, um auf Touren zu kommen. "Der nächste Schritt muss sein, dass wir einmal 90 Minuten stabil auftreten. In Altach waren es zuletzt schon 60", so der Coach.

Fröhliche Gesichter

Auf dem Weg nach Innsbruck kam die Austria am Verteilerkreis vorbei. Genau dort konnten sie sich vor der Torejagd im Tiroler Land  Anschauungsunterricht beim Circus Safari holen, der in Favoriten seine Zelte aufgeschlagen hat. Trainer Peter Stöger fordert vor dem Duell mit der WSG Tirol: „Im gegnerischen Strafraum müssen wir kaltschnäuziger werden.“

Das 2:2 daheim gegen die Admira sei freilich enttäuschend gewesen, so der Coach. „Auf Knopfdruck werden wir nicht stabil und darauf sind wir als Team auch vorbereitet.“ Routinier Markus Suttner pflichtet dem bei. „Man kann nicht sofort alles ändern, das dauert seine Zeit.“ Stöger jedenfalls zeigt sich mit dem bisher eingeschlagenen Weg nicht unzufrieden. „Grundsätzlich sind wir in vielen Phasen aber auch schon dort, wo wir hin wollen. Sowohl beim Spiel gegen den LASK oder Ried, auch gegen die Admira. Wer genau hingeschaut hat, weiß, was wir wollen.“

Die Stimmung bei den Violetten ist offensichtlich gut, beim Abschlusstraining sah man in viele fröhliche Gesichter, beim internen Spiel war der Spaß an der Arbeit spürbar. Damit die Fröhlichkeit keinen Abbruch erfährt, benötigt es in Innsbruck drei Punkte, ehe die Länderspielpause folgt

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