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Sport Fußball
08/21/2021

Neuer ÖFB-Präsident: Roland Schmid wird als Kandidat gehandelt

Bei Rapid wurde er einst nicht gewählt. Der aktuelle Vienna-Sponsor hatte schon eine Unterredung beim Verband.

von Alexander Strecha

Es war ein gutes Gespräch. Wenn beide Seiten dies bestätigen, dann dürfte es tatsächlich so gewesen sein. Wolfgang Bartosch, der Vorsitzende des Wahlausschusses, der über den künftigen ÖFB-Präsidenten entscheiden wird, hatte am Freitag eine intensive Unterredung mit Roland Schmid.

Der Unternehmer (ImmoUnited) hatte einst als Präsidentschaftskandidat bei Rapid Wien gegen Martin Bruckner den Kürzeren gezogen und sein Fußball-Engagement in Folge mit einem finanziellen Wechselpass von Hütteldorf nach Döbling verlagert. Als Sponsor unterstützt der in Klosterneuburg wohnhafte Schmid die Vienna, er will sich mit den Blau-Gelben in die Bundesliga und den Profi-Kick dribbeln.

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Schmid wäre wichtig, dass er im positiven Falle einheitlich von den Landespräsidenten gewünscht wird, um sich dann „in aller Demut“ um das Amt kümmern zu können. „Es sollte Einigkeit herrschen, sonst wäre ich wohl der Falsche“, bestätigte Schmid dem KURIER.

Bartosch hält Schmid für einen ernst zu nehmenden Kandidaten. „Natürlich haben wir uns die Frage der Unvereinbarkeit bei ihm angesehen.“ Ein reines Sponsoring im Sport (Basketball in Klosterneuburg), speziell im Fußball, sei für den Wahlausschuss kein Problem.

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Ehrenamtlich

Entschieden ist mittlerweile, dass der Nachfolger von Leo Windtner das Amt ehrenamtlich und nicht bezahlt ausüben wird. Bartosch: „Die Zeit war in diesem Fall zu knapp, um die Satzungen noch zu ändern. Abgesehen davon haben wir mit den Generalsekretären ohnehin hauptamtliche Mitarbeiter.“ Am 6. September, einen Tag nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Israel, wird der Wahlausschuss eine Vorentscheidung treffen.

Bartosch möchte bis dahin noch einige Gespräche mit weiteren Kandidaten führen. Auch aus den eigenen Reihen gibt es Interessenten für den Job, allen voran der burgenländische Landesverbandspräsident Gerhard Milletich.

Ausgeschieden

Andere Kandidaten sind mittlerweile vorzeitig aus dem Rennen ausgeschieden. Wie der frühere Bundesliga-Vorstand Georg Pangl oder der einstige ÖFB-Pressesprecher Heinz Palme. Beiden dürfte die Tätigkeiten mit ihren Gesellschaften zum Nachteil gereicht haben, obwohl sie sich auch für ein präsidiales Ehrenamt beworben hatten. Kurt Svoboda, Präsidiumsmitglied bei der Vienna, dürfte seine Vorstandstätigkeit bei Uniqa im Weg gestanden haben, wie aus dem ÖFB-Umfeld zu vernehmen ist.

Am 17. Oktober wird der neue ÖFB-Präsident gekürt, also nach den Auswärtsspielen auf den Färöern und in Kopenhagen gegen Dänemark. Bis dahin bleibt abzuwarten, welche Gegenkandidaten noch aus dem politischen (türkisen) Hut gezaubert werden.

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