© APA/AFP/ADRIAN DENNIS

Sport Fußball
02/20/2020

Wie Konrad Laimer Mourinho und sich selbst Schmerzen bereitete

80 Prozent Passquote bei Tottenham und den entscheidenden Elfer herausgeholt. Jetzt tut dem Teamspieler die Schulter weh.

von Andreas Heidenreich

Wer Konrad Laimer nach dem 1:0-Sieg von RB Leipzig bei Tottenham Hotspur im Sky-Interview zugehört hat, wird kaum glauben, dass der 22-Jährige in Salzburg geboren wurde und in Abersee am Wolfgangsee aufgewachsen ist.

In perfektem Hochdeutsch, ganz so, dass ihn auch in der Heimat seines Arbeitgebers jeder verstehen kann, gab der Mittelfeldspieler Auskunft über seine lädierte Schulter, wegen der er in London in der 84. Minute ausgetauscht worden war.

„Es tut noch ein bisschen weh, ich hoffe aber, dass es nicht so schlimm ist. Ich denke nicht, dass was gebrochen ist und hoffe, dass ich am Sonntag gegen Schalke spielen kann.“ Das hofft vermutlich auch Franco Foda in Hinblick auf die Europameisterschaft im Juni.

Schließlich hat der Teamchef dem Blondschopf vergangenen Juni zum Teamdebüt verholfen und ihn seither nicht mehr aus der Mannschaft genommen. Warum auch? In sieben Länderspielen konnte der Rechtsfuß nicht nur wie gewohnt läuferisch überzeugen. Ein Tor und fünf Vorlagen sind auch ein Beleg für die spielerischen Qualitäten des ehemaligen Salzburgers.

Seinen Offensivdrang zeigte Laimer am Mittwoch auch im bisher siebenten Champions-League-Spiel seiner Karriere. Nach einer knappen Stunde hatte er gegen die Startruppe von Coach Jose Mourinho einen hohen Ball gekonnt mit der Brust angenommen.

Einen Moment später wurde er von Tottenhams Ben Davies gelegt und holte so den spielentscheidenden Elfmeter heraus. Auch dafür bekommt man seitens UEFA eine Torvorlage gutgeschrieben. Bei der Landung nach dem Foul fiel Laimer auf die Schulter, was auch der Grund für die spätere Auswechslung war.

Gutes Passspiel

Der Teamspieler überzeugte vor 60.095 Zuschauern an der White Hart Lane auch mit dem Ball am Fuß. 33 seiner 41 Pässe kamen an, das ergibt eine Quote von 80 Prozent. Fünf Mal spielte er auf Nebenmann Marcel Sabitzer.

Nebenmann? In der Tat spielte der zweite Österreicher im Bunde nicht so offensiv wie gewohnt, sondern neben Laimer im 3-4-2-1 als zweiter zentraler Mittelfeldspieler, weil mit Tyler Adams und Kevin Kampl zwei Spieler auf dieser Position verletzt sind. Sabitzer trägt nach dem Ausfall von Willi Orban auch seit Wochen die Kapitänsschleife und spielt immer und fast überall. Ob im Zentrum, hinter der Spitze oder am rechten Flügel.

Bis zum Rückspiel der Leipziger gegen Tottenham am 10. März wird aber zumindest Kevin Kampl fit und Sabitzer wieder eine Option für eine offensivere Position sein. Dann müsse man gegen die Londoner – wie es Konrad Laimer wieder in perfektem Hochdeutsch formulierte – noch „eine Schippe drauflegen.“

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.