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Sport Fußball
05/14/2021

Wie die britische Regierung beim lukrativen TV-Vertrag half

Die vier Fernsehpartner bringen der Premier League 5,5 Milliarden Euro für weitere drei Jahre.

von Günther Pavlovics

Als sie 2018 ihren derzeit gültigen TV-Vertrag abschloss, hatte die Premier League erstmals seit 2004 Einbußen gegenüber dem vorangegangenen Dreijahresdeal hinnehmen müssen. Statt 6,9 Milliarden Euro für drei Jahre gab es "nur" 5,5 Milliarden. Ein erneuter, womöglich noch deutlicherer Einbruch wurde mit Hilfe der britischen Regierung verhindert.

Am Donnerstag machte die Premier League ihren TV-Vertrag für den Zeitraum 2022 bis 2025 perfekt. Er bringt ihr von den vier Fernsehpartnern Sky Sports, BT Sport, Amazon Prime Video und BBC Sport wie zwischen 2018 und 2021 4,7 Milliarden Pfund (5,5 Milliarden Euro). Das macht 1,83 Milliarden Euro im Jahr.

Auch wenn der Spitzenwert von 2,3 Milliarden jährlich nicht mehr erreicht wird, sind es immer noch über 700 Millionen Euro mehr als in Spanien, Italien oder Deutschland. Der deutsche Bundesliga-TV-Vertrag ab 2021/’22 bringt 4,4 Milliarden Euro über vier Jahre.

Die britische Regierung hatte allen kartellrechtlichen Bedenken zum Trotz eine Umgehung der sonst üblichen Neu-Ausschreibung der Rechte zugunsten einer Vertragsverlängerung erlaubt. Dabei half die Zusage der Premier League, mit 100 Millionen Pfund (116 Millionen Euro) über die kommenden vier Jahre über 1.000 durch die Corona-Pandemie angeschlagenen Klubs von der dritten Liga abwärts sowie dem Frauenfußball finanziell unter die Arme zu greifen.

Außerdem sollen aus diesem Topf verschiedene Fußballprojekte unterstützt werden, etwa in der Fan- und Antidiskriminierungsarbeit und die Untersuchungen zu den Risiken durch Kopfbälle.

Für den Fall einer Neu-Vergabe hatten Experten einen Einnahme-Einbruch in Höhe von 500 bis 900 Millionen Pfund (581 Millionen bis 1,05 Milliarden Euro) vorhergesagt.

Längere Pausen

Auch für einige Trainer enthält der neue TV-Vertrag eine gute Nachricht: BT Sport kündigte an, das Spiel am Samstagmittag auf eine Anstoßzeit am Abend zu verschieben, wenn ein beteiligter Klub am vorangegangenen Mittwochabend noch in der Champions League gespielt hat. Um die 13.30-Uhr-Partie am Samstag war in dieser Saison ein heftiger Streit entbrannt. Allen voran Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hatte BT Sport deswegen immer wieder scharf kritisiert.

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