Erfreut, aber gefasst: Peter Pacult nach dem Aufstieg

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Sport Fußball
05/31/2021

Warum Peter Pacult mit "Pizza Mafioso" den Aufstieg feierte

Während der Klagenfurt-Trainer am Kader bastelt, verabschiedet sich SKN-Sportchef Zellhofer. In St. Pölten ist vieles offen.

von Alexander Huber

Nach einigen Irrwegen und kurzfristigen Engagements am Balkan hat Peter Pacult über die Südeinfahrt wieder zurück in die Bundesliga gefunden. Der Routinier hat wie von ihm gefordert punktgenau abgeliefert und mit Klagenfurt den Aufstieg geschafft.

Der Gesamtscore von 5:0 in der Relegation ist trotz des desaströsen Zustands von St. Pölten für einen Zweitligisten beachtlich.

Auch in seiner größten Trainer-Stunde seit dem Titel mit Rapid 2008 blieb der 61-Jährige nach dem 1:0 in St. Pölten gefasst: „Wir sind zeitlich im Rückstand, weil wir länger als unsere künftigen Konkurrenten nicht wussten, in welcher Liga wir spielen. Ab Montag gilt die volle Konzentration der Kaderplanung, bei der aber auch auf ein schmales Geldbörserl geachtet werden muss“, erklärt Pacult.

Auf einigen Positionen seien Verstärkungen nötig: „Es wird oben für uns sicher schwer.“

„Keine Genugtuung“

Der Wiener betont, dass er „keine Genugtuung“ verspürt: „Ich weiß eh, dass ich meine Kritiker habe. Alles, was ich jetzt sage, kommt später als Pfitschipfeil zurückgeschossen.“ Der einstige Heißsporn ist mit den Jahren milder geworden: „Ich kenne das Geschäft. Jene, die mir heute auf die Schulter klopfen, können die sein, die in drei Monaten ,Pacult raus‘ schreien.“

Nur als in Pizza-Kartons die feste Unterlage für die feuchten Aufstiegsfeierlichkeiten geliefert wurde, blitzte bei Pacult der Floridsdorfer Schalk auf: „Ich hab’ Pizza Mafioso bestellt. Die ist scharf – das passt zu mir.“

Alarmsignal in St. Pölten

Ob die angekündigten, „mehrere Tage dauernden“ Analysen in St. Pölten mit der nötigen Schärfe geführt werden, ist zu bezweifeln. Es ist ein Alarmsignal, dass Manager Andreas Blumauer nach dem sich seit langer Zeit ankündigenden Abstieg meinte: „Vor wenigen Wochen hätten wir uns nicht vorstellen können, dass wir in diese Situation kommen.“

Nur 10 Spieler unter Vertrag

Während sich Sportdirektor Georg Zellhofer verabschieden wird, löst sich die Mannschaft in alle Einzelteile auf. Nur rund zehn Spieler haben einen für die 2. Liga gültigen Vertrag, darunter nicht einmal eine Handvoll an Stammkräften.

Keinen Vertrag hat Gerald Baumgartner, der aber gerne bleiben würde.

Der 56-Jährige hat von den drei Trainern der Saison die schlechteste Bilanz: nur ein Punkt in sechs Spielen und die verunglückte Risiko-Aufstellung beim 0:4 in Klagenfurt.

Andererseits: Ähnliche Bilanzen waren für andere Verantwortliche beim SKN auch kein Grund, die Konsequenzen zu ziehen.

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