Au weh: Talent Martin Moormann zahlte wie die restlichen Rapidler gegen West Ham Lehrgeld, in Genk gibt es noch eine Chance

© EPA/CHRISTIAN BRUNA

Sport Fußball
11/27/2021

Vorbild LASK? Für Rapid geht es um mehr als eine Ehren-Runde

Während der LASK fix im Achtelfinale der Conference League steht, kämpft Rapid in Genk als letzte Chance um die neue Zwischenrunde.

von Alexander Huber

Die Rapidler wollen sich für eine Europacup-Runde qualifizieren, die der LASK bereits übersprungen hat. Was ungewöhnlich klingt, ist es auch: Mit der jüngsten UEFA-Reform wurde eine Zwischenrunde geschaffen, die im Februar 2022 erstmals ausgetragen wird.

Zum bekannten Teil:

Rapid ist nach einem verdienten 0:2 gegen West Ham in der Europa League ausgeschieden. Nur die ersten beiden jeder Gruppe steigen auf. Zagreb (sieben Punkte) können die Hütteldorfer mit ihren drei Zählern ebenso wie den Gruppensieger aus London nicht mehr überholen. Platz drei – und damit ein Überwintern im Europacup – wäre mit einem Sieg in Genk (9. 12.) aber geschafft.

Sturm ist mit dem 0:2 bei PSV Eindhoven fix Letzter und hat keine Hoffnung mehr. Im finalen Geisterspiel gegen Monaco geht es nur noch um die Punkteprämie.

Der LASK hat als einziger der vier österreichischen Europacup-Starter in dieser Runde gepunktet. Der späte Treffer von Sascha Horvath zum 1:0 bei Maccabi Tel Aviv (89.) ist Gold wert: Die Linzer sind damit in der Conference League fix Erster. Egal, wie der Abschluss gegen Helsinki im neuen Bewerb ausgeht.

Sicherheitsnetz

Zum neuen Teil: Sowohl für die Dritten der Champions League (das könnte für Salzburg noch interessant werden) als auch jene der Europa League gibt es ein Sicherheitsnetz, offiziell genannt „K.-o.-Runden-Play-offs“.

Die jeweils acht betroffenen Vereine spielen eine Etage tiefer weiter. Die „Absteiger“ aus der Eliteliga gegen Tabellenzweite aus der Europa League, Rapid würde gegen einen Zweiten der Conference League weitermachen – zuerst mit einem Heimspiel.

Der LASK erspart sich hingegen diese beiden winterlichen Donnerstagsspiele am 17. und 24. Februar 2022 und steht fix im Achtelfinale der Conference League.

Finanzspritze für LASK

650.000 Euro extra bringt Platz eins den Linzern. Mit der neuerlichen Siegprämie von 500.000 Euro hat der LASK seit der Qualifikation für die Gruppenphase 5,76 Millionen verdient. Lediglich die Zuschauereinnahmen im Klagenfurter Exil-Stadion blieben unter den Erwartungen.

Nicht in Geld abzurechnen, aber als großer Erfolg zählt der Aufstieg in der UEFA-Klubwertung. Was einst Ex-Rapid-Präsident Krammer als Ziel ausgegeben hat, schafft der LASK: Den Sprung unter die Top-50-Vereine von Europa.

Da würde es nicht dazu passen, in der Bundesliga die Top 6 zu verpassen. Bis zum Achtelfinale in der Conference League (10. und 17. März 2022) soll auch die Aufholjagd für die Meistergruppe gelingen.

Ohne Punkte kein Geld

In der Liga-Tabelle liegt Rapid vor dem LASK, international wurden die Wiener überholt.

Obwohl das Startgeld und die Punkteprämien in der Europa League höher sind, bleiben die Grünen in der Gruppenphase bei 4,26 UEFA-Millionen stecken, weil Erfolge fehlen. Bislang wurde das über höhere Zuschauer-Einnahmen ausgeglichen. Aber wenn vom eingeplanten Umsatz gegen West Ham (eine Million) im Lockdown nichts außer den Kosten – Catering und Sicherheitsdienst wurden bereits bestellt – übrig bleibt, relativiert sich der „Erfolg Europa League“.

Umso wichtiger wäre, in Genk die Zwischenrunde zu erreichen. Interimstrainer Steffen Hofmann betont nach dem ernüchternden 0:2 gegen die Hammers: „Es wird sicher nicht leicht, zu gewinnen. Aber wir wollen das schaffen, weil es für den Verein, die Spieler und die Fans ein enormer Booster wäre.“

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