Sport | Fußball 09.05.2018

Voll vernetzt: Der neue digitale Spielmacher

© Bild: REUTERS/PAVEL REBROV

Fußballer aus aller Welt können sich und ihr Können auf "Playerhunter" präsentieren

Es ist nicht neu, dass der Fußball als Weltsport Nummer 1 globale Begeisterung hervorruft. Auch die weltweite digitale Vernetzung beherrscht schon seit einiger Zeit den Alltag der meisten Menschen. Neu ist allerdings die Idee, einen Doppelpass mit den beiden Faktoren zu spielen. Das österreichische Start-up Playerhunter versucht die Regeln des globalen Fußballmarktes neu zu definieren.

Ex-Nationalteamspieler Manuel Ortlechner steht mittlerweile auch in der Stammformation des Unternehmens: „Das digitale Zeitalter bringt auch einen Wandel im Beratertum im Fußball. Playerhunter soll als digitale Drehscheibe zwischen Spielern, Vereinen, Managern und Sponsoren fungieren“, so der frühere Kapitän von Austria Wien.

Öffentlichkeitsarbeit

Heutzutage verbringen hoffnungsvolle junge Fußballtalente viel Zeit damit, ihr einzigartiges Talent einer breiteren Öffentlichkeit auf Social Media- und Online-Video-Plattformen zu präsentieren, in der Hoffnung eines Tages entdeckt zu werden. Scouts, Manager und Trainer auf der anderen Seite arbeiten innerhalb eines gut organisierten Netzwerks größtenteils über persönliche Kontakte und Mundpropaganda, um die Stars von morgen zu entdecken.
Playerhunter entstand aus der Idee, eine Netzwerk- und Karriereplattform für die nächste Generation an Fußballtalenten zu schaffen. Hier bekommen sie die ideale Möglichkeit, ihr Talent vor den Augen möglicher Kontakte unter Beweis zu stellen. Die Akzeptanz war erstaunlich: innerhalb nicht eines Jahres wuchs die Community auf knapp 100.000 Nutzer an und ist damit weltweit das am schnellsten wachsende Fußball-Online-Netzwerk. Zu den prominentesten aktiven Unterstützern der Plattform zählt unter anderem auch  Christian Fuchs von Leicester City.

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Experten-Talk: Manuel Ortlechner und KURIER-Redakteur Harald Ottawa © Bild: Kurier/Franz Gruber

Eigen-Werbung

User erstellen ihr Online-Profil mit persönlichen Informationen, Videos und aktuellen sportlichen Leistungsdaten, die ihre Fähigkeiten am besten darstellen. „Und dabei geht es um Chancengleichheit. Das gilt für den Kicker in Kenia genauso wie für den Spieler in Mitteleuropa.“ Für Ortlechner hat das Tool noch einen weiteren Vorteil: „Ein Spieler kann sich bei einem Transfer einen Zwischenhändler, sprich Manager, ersparen.“ Ortlechner verweist darauf, dass Playerhunter an Transfers nicht partizipiert. „Es bleibt ein freies, kostenloses Produkt.“ Möchte ein Spieler aber ein Premium-Profil erstellen, wird er künftig einen Beitrag leisten müssen. „Dafür hat er aber auch einen Mehrwert.“
Präsentieren können sich aber nicht nur Spieler, sondern auch Zeugwarte oder Platzwarte sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich des Fußballs.

( kurier.at ) Erstellt am 09.05.2018