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Fußball
06/19/2019

Völler, Suker, Figo, Pirlo: Sie alle waren Stars einer U-21-EM

Schon viele Fußball-Größen machten sich bei der U-21-Endrunde einen Namen. Wer aller zum Spieler des Turniers gewählt wurde.

von Christoph Geiler

Ganz am Anfang durften die U-21-Spieler noch älter sein. Von der offiziellen Premiere im Jahr 1972 bis 1976 wurde die Europameisterschaft noch als Unter-23-Turnier ausgetragen. Als erster Europameister ging übrigens die damalige Tschechoslowakei in die Geschichte ein.

Seit 1978 geht's offiziell um den Unter-21-EM-Titel. Die Spieler, die bei diesem Turnier am Ball waren, lesen sich wie das Who is Who des Weltfußballs. Viele spätere Stars drängten sich bei der U-21-EM ins Rampenlicht und machten sich einen Namen. Von 1978 bis 2015 wurde immer der "Goldene Spieler" ausgezeichnet, seit 2017 wird von der UEFA der Titel "Spieler des Turniers" vergeben. Es sind klingende Namen, die in der Vergangenheit mit dieser Trophäe ausgezeichnet wurden. Ein Überblick.

1982: Rudi Völler

Der Stürmer von Vizeeuropameister Deutschland wird 1982 als bester Spieler ausgezeichnet. Mit 47 Toren in 90 Länderspielen ist der heute 59-Jährige einer der erfolgreichsten Angreifer in der Geschichte des deutschen Fußballs. 1990 wurde Völler mit Deutschland Weltmeister. Heute ist er Geschäftsführer Sport bei Bayer Leverkusen.

1984: Laurent Blanc

Der Verteidiger genießt in Frankreich Kultstatus. Als Kapitän führte er die Équipe Tricolore 1998 bei der Heim-WM zum Titel. Zwei Jahre später wurde er Europameister. Nach seiner Trennung von Paris SG (2016) wartet Blanc auf einen Trainerjob.

1990: Davor Suker

Der Goalgetter war in den 1990er-Jahren einer der besten Stürmer der Welt. Mit Real Madrid gewann er 1998 die Champions League, bei der WM im gleichen Jahr in Frankreich wurde Suker Torschützenkönig und führte Kroatien auf Rang drei. Heute ist der 51-Jährige in seiner Heimat Präsident des Fußballverbandes.

1994: Luis Figo

In der Zeit vor Cristiano Ronaldo war Luis Figo das Gesicht des portugiesischen Fußballs. Der Offensivspieler wurde 2001 zum Weltfußballer des Jahres gewählt und ist einer der wenigen Fußballer, die sowohl für den FC Barcelona als auch für Real Madrid spielten. Der 46-Jährige hat nach der Karriere keine Trainerlaufbahn eingeschlagen, überlegte aber 2015 kurzzeitig für das FIFA-Präsidentenamt zu kandidieren.

1996: Fabio Cannavaro

Dem Italiener schlug 2006 die große Stunde, als er mit der Squadra Azzurra den WM-Titel gewann und zum Weltfußballer des Jahres gewählt wurde. Im selben Jahr wurde Cannavaro als erster Verteidiger überhaupt als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Heute trainiert der 45-Jährige den chinesischen Verein Guangzhou Evergrande.

2000: Andrea Pirlo

Wenn Fabio Cannavaro 2006 das Bollwerk von Italien war, so war Andrea Pirlo beim WM-Triumph das Gehirn der Mannschaft. Der Spielmacher alter Prägung gewann mit dem AC Milan zwei Mal die Champions League und ließ die Karriere in den USA ausklingen. Mittlerweile versucht sich der 40-Jährige auch erfolgreich als Winzer.

2002: Petr Cech

Der baumlange Tscheche gilt als einer der besten Torhüter dieses Jahrtausends. Petr Cech feierte seine größten Erfolge im Trikot des FC Chelsea, mit den Londonern gewann er die Champions League (2012) und die Europa League (2013). Zuletzt stand er für Arsenal im Tor, nach dem verlorenen Europa League-Finale im Mai gegen Chelsea beendete Cech mit 37 Jahren seine Laufbahn.

2004: Alberto Gilardino

Der Stürmer gehörte ebenfalls der italienischen Nationalmannschaft an, die 2006 in Deutschland gegen Frankreich den WM-Titel holte. Mit dem AC Milan feierte Gilardino ein Jahr später den Sieg in der Champions League. Der 36-Jährige hat inzwischen seine Laufbahn beendet und strebt eine Trainerkarriere an.

2006: Klaas-Jan Huntelaar

Der Stürmer ist ein Mann mit eingebauter Torgarantie. Der heute 34-Jährige ging unter anderem für Real Madrid, AC Milan und Schalke 04 auf Torjagd und lässt seine Karriere gerade beim Champions League-Semifinalisten Ajax Amsterdam ausklingen.

2011: Juan Mata

Der kleine spanische Dribbelkünstler hat alle wichtigen Trophäen bereits gewonnen. Mit Spanien wurde Juan Mata Welt- und Europameister, mit dem FC Chelsea triumphierte er in der Champions League und in der Europa League. Seit 2014 steht der 31-Jährige bei Manchester United unter Vertrag.

2013: Thiago

Juan Mata's Landsmann startete seine Karriere beim FC Barcelona, mit den Katalanen wurde Thiago 2013 auch Champions League-Sieger. Seit 2014 spielt der 28-Jährige für den FC Bayern und hat seither mit dem Klub immer den Meistertitel gewonnen.

2015: William Carvalho

Der Portugiese schrieb mit der Nationalmannschaft Geschichte, 2016 wurde Portugal mit Stammspieler Carvalho in Frankreich erstmals Europameister. Der 27-jährige Mittelfeldspieler steht in der Primera Division bei Betis Sevilla unter Vertrag.

2017: Dani Ceballos

Der Spanier wurde vor zwei Jahren zum Spieler des Turniers gewählt. Der Mittelfeldmann steht bei Real Madrid unter Vertrag, wartet aber noch auf den großen Durchbruch.