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Sport Fußball
01/11/2022

Yeboah: Das beste Geschäft in der Klubgeschichte von WSG Tirol

Die Wattener verpflichteten den Stürmer 2018 zum Nulltarif. Mit dem Wechsel von Sturm zu Genua hat Yeboah 1,2 Millionen in die Klubkasse gespült.

von Christoph Geiler

Seit knapp einem Jahr ist Kelvin Yeboah nun nicht mehr Spieler von WSG Tirol. Doch der 21-jährige Angreifer lässt beim Bundesligisten noch immer die Vereinskassen ordentlich klingeln. Von Yeboahs Wechsel von Sturm Graz in die Serie A zu CFC Genua profitieren auch die Tiroler. Ein kleiner Prozentsatz der kolportierten 6 Millionen Euro Ablöse landet nämlich in Wattens.

Mit dem Sturm-Juwel hat WSG Tirol das beste Geschäft der Vereinsgeschichte gemacht. Im Sommer 2018 war Kelvin Yeboah zum Nulltarif vom unterklassigen italienischen Klub AC Gozzano zum damaligen Zweitligisten aus Wattens gestoßen. Der Neffe der ghanaischen Fußball-Legende Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt, Leeds United) erhielt damals die Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen.

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Nach dem Aufstieg in die Bundesliga stand Yeboah bereits kurz vor dem Abschied. Sportchef Stefan Köck und Trainer Thomas Silberberger überlegten im Sommer 2019 lange, ob sie weiter auf den jungen Stürmer setzen sollten, zumal dieser in der Aufstiegssaison nur als Joker zum Einsatz gekommen war und obendrein einen Ausländerplatz besetzte.

"Aus heutiger Sicht haben wir die richtige Entscheidung getroffen", sagt Stefan Köck im KURIER-Gespräch. "Dass sich die Geschichte so entwickelt, konnte natürlich keiner wissen."

Kelvin Yeboah schaffte bei der WSG Tirol nicht nur den Durchbruch und wurde Stammspieler, mit seinen Toren betrieb er auch Werbung in eigener Sache und machte vor knapp einem Jahr mit dem Wechsel zu Sturm Graz den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

Schon damals hatten die Wattener eine stattliche Ablösesumme kassiert (kolportierte 500.000 Euro). Doch das war noch längst nicht alles. Denn WSG-Sportchef Stefan Köck hatte einige Klauseln ausverhandelt und so wurde der Deal richtig lukrativ. WSG Tirol strich noch Sonderzahlungen ein, da sich Sturm für das internationale Geschäft und später für die Europacup-Gruppenphase qualifizierte. Und beim Weiterverkauf von Yeboah, der mittlerweile italienischer U-21-Teamstürmer ist, floss nun erneut Geld.

Sprungbrettverein WSG

In Summe kassierten die Wattener 1,2 Millionen Euro für das Schnäppchen. Das ist mit Abstand das beste Geschäft, das der Tiroler Bundesligist in der Vereinsgeschichte gemacht hat. "Wir sind stolz, was uns in den letzten Monaten alles gelungen ist. Wir haben uns inzwischen einen Status erarbeitet und sind ein gutes Sprungbrett geworden."

Nur ein Auszug der Spieler, die in den vergangenen 24 Monaten via Wattens einen Karrieresprung gemacht haben. Michael Svoboda und David Schnegg spielen heute in der Serie A bei Venedig, Nemanja Celic kämpft mit Darmstadt um den Aufstieg in die deutsche Bundesliga, Nikolai Baden-Frederiksen sorgt bei Vitesse Arnheim für Furore, Leon Klassen wechselte erst im Winter zu Spartak Moskau.

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